Erblindung nach Viagra-Einnahme: US-Behörde ermittelt

27. Mai 2005, 19:36
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FDA geht auch möglichen Nebenwirkungen des Potenzmittels Cialis nach - vorerst keine Hinweise auf ursächlichen Zusammenhang

Washington - Die US-Arzneimittelbehörde FDA untersucht vereinzelte Berichte über eine Erblindung von Nutzern der Potenzmittel Viagra und Cialis. Bisher gebe es aber keine Hinweise darauf, dass die Medikamente Ursache der Erblindung seien, erklärte FDA-Sprecherin Susan Cruzan am Freitag in Washington.

In den bekannten Fällen wurde ein Schlaganfall des Auges diagnostiziert, in der Fachsprache NAION (Nonarteric Ischemic Optic Neuropathy) genannt. Diese Art von Blindheit kann bei Männern auftreten, die an Diabetes oder einer Herzerkrankung leiden. Beide Erkrankungen können auch zu Impotenz und damit zur Einnahme von Viagra oder Cialis führen. Der FDA liegen 42 Berichte über Fälle einer derartigen Erblindung vor, 38 davon traten nach der Einnahme von Viagra, vier nach der Einnahme von Cialis auf. Allein Viagra wird weltweit von mehr als 23 Millionen Männern eingenommen.

Ein Sprecher der Herstellerfirma Pfizer bestätigte, dass Gespräche mit der FDA darüber geführt würden, einen Hinweis auf derartige Fälle im Beipackzettel aufzunehmen. Er betonte aber, dass es keinen Beweis dafür gebe, dass Viagra die Erblindung verursacht habe. Männer, die Viagra nähmen, hätten häufig auch einen hohen Blutdruck und einen hohen Cholesterinspiegel - auch dies gelte als Risikofaktor für eine Erblindung. Zu den häufigsten Nebenwirkungen der Potenzpille zählen laut dem Pharmaunternehmen Kopfschmerzen, Gesichtsröte und Übelkeit. Weniger häufig träten kurzzeitige Blausichtigkeit, eine verschwommene Wahrnehmung oder Lichtempfindlichkeit auf. (APA/AP)

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