Oberstdorf: Lawine riss Wanderer in den Tod

27. Mai 2005, 20:24
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Schneebrett löste sich auf Bergweg - Hilfsmannschaft konnten Mann nach zweieinhalb Stunden nur noch tot bergen

Oberstdorf/Brannenburg - Eine Lawine bei Oberstdorf hat am Donnerstagnachmittag einen Bergwanderer in den Tod gerissen. Nach Polizeiangaben war der 35 Jahre alte Mann zusammen mit seiner 29-jährigen Begleiterin auf einem Bergweg unterhalb der 1.780 Meter hoch gelegenen Enzianhütte unterwegs, als sich über ihnen ein Schneebrett löste. Die Schneemassen begruben den Wanderer unter sich.

Die Begleiterin, die nicht verschüttet wurde, konnte über Handy die Einsatzzentrale verständigen. Drei Hubschrauber und mehr als 30 Bergretter aus dem Allgäu und dem Kleinwalsertal suchten nach dem Verunglückten. Helfer mit Lawinenhunden konnten den Baden-Württemberger nach zweieinhalb Stunden nur noch tot bergen.

"Es ist eher ungewöhnlich, dass die Einsatzkräfte um diese Jahreszeit noch mit Verschütteten bei Lawinenabgängen zu tun haben", erläuterte Polizeisprecher Christian Owsinski. Der Deutsche Alpenverein (DAV) hatte erst vor wenigen Tagen gewarnt, dass nach dem extrem schneereichen Winter in Höhen über 1.500 Metern noch mit großen Altschneefeldern gerechnet werden müsse. (APA)

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