Österreichs Badeseen: Sauber wie noch nie

2. Juli 2005, 19:36
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EU-weit hat sich Situation leicht verschlechtert - in Italien sind 31,5 Prozent der Binnengewässer gesperrt

Brüssel (APA) - Die österreichischen Badeseen sind so sauber wie nie zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt die EU-Kommission in ihrem aktuellen Jahresbericht über die Qualität der Badegewässer, der am Mittwoch in Brüssel veröffentlicht wurde. 98,9 Prozent der Gewässer erfüllten die erforderlichen Mindeststandards der EU, 83,1 Prozent entsprachen auch den freiwilligen höheren Qualitätsstandards.

Die Qualität der Badeseen habe sich in Österreich in den vergangenen Jahren konstant verbessert, schreibt die Brüsseler Behörde in dem Report. Für den Bericht wurden im Vorjahr insgesamt 267 heimische Badeseen überprüft. Einen "roten Punkt" erhielten nur das Langenloiser Flussbad in Niederösterreich, das Flussbad St. Ruprecht in der Steiermark und das Strandbad St. Gilgen am Wolfgangsee im Salzkammergut.

Wasserqualität verbessertP>

Alle österreichischen Badeseen, die noch im vergangenen Bericht von der EU als mangelhaft eingestuft wurden, haben hingegen in der Zwischenzeit ihre Wasserqualität verbessert. Es sind dies die beiden Auseen in Blindenmarkt, der Asang Teich bei Gmünd (alle NÖ), der Zicksee in St. Andrä (Burgenland), der Badesee Klaffer am Hochficht, und der Badesee Waldhausen im Strudengau (beide OÖ).

Situation in der EU hat sich leicht verschlechtert

In der ganzen EU hat sich die Situation im Durchschnitt leicht verschlechtert. Dies ist nur zum Teil auf die Erweiterung zurückzuführen, heißt es in dem Bericht. In Slowenien, der Slowakei, Tschechien, Zypern, Litauen und Estland liegt die Qualität unter dem europaweiten Schnitt. Für Ungarn, Polen, Malta und Lettland liegen keine ausreichenden Daten vor.

Italien: 31,5 Prozent der Binnengewässer gesperrt

In der Slowakei sind 17,9 Prozent der Binnengewässer gesperrt. Als "unzureichend" stufte die Kommission auch 12,5 Prozent der Strände in Estland ein, in Slowenien sind es 10,5 Prozent. Mängel gibt es aber auch in den "alten" EU-Mitgliedstaaten. So sind in Italien etwa 31,5 Prozent der Binnengewässer gesperrt.

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