Kindergeld sollte Anreiz sein

25. Mai 2005, 13:59
11 Postings

Katholischer Familienverband plädiert für alte Karenzgeld-Regelung

Wien - "Dass die Frauenministerin eher für den Ausstieg aus dem Berufsleben und nicht für eine bessere Vereinbarkeit von Familien- und Arbeitswelt plädiert, ist interessant", meint Johannes Fenz, Präsident des Katholischen Familienverbandes, in einer Aussendung. Ihrem Ansatz, das Kinderbetreuungsgeld ziele in seiner Konzeption auf eine Arbeitszeitreduktion der Eltern ab, stimmt er nicht zu. "Das entspricht nicht dem Konzept der Abgeltung einer Betreuungsleistung", so Fenz und sei unvereinbar "mit der Wahlfreiheit der Eltern, Betreuungsleistungen selbst zu erbringen oder diese zuzukaufen".

Der Katholische Familienverband, der die Zuverdienstgrenze seit der Einführung des Kinderbetreuungsgeldes ablehnt, sieht sich durch die laufende Diskussion in seiner Forderung nach Abschaffung der Zuverdienstgrenze bestätigt. Eine zentrale Einrichtung zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Teilzeitkarenz, werde durch die Zuverdienstgrenze zum Kinderbetreuungsgeld nahezu unmöglich gemacht: "Wir wissen, dass Teilzeitkarenz vor allem von gut ausgebildeten Müttern in gehobeneren Positionen in Anspruch genommen wurde", berichtet Fenz. Und: "Mit der Zuverdienstgrenze von 1.126 Euro brutto pro Monat ist Teilzeitkarenz sowohl für Mütter wie auch für Väter uninteressant. Es bedeutet, dass Teilzeitkarenzierte gerade einmal 10 bis 15 Stunden pro Woche arbeiten können". Dagegen konnte bei der alten Karenzgeldregelung jene Eltern, die Teilzeitkarenz beantragten, unbegrenzt dazuverdienen. (red)

Share if you care.