Hightech-Rennen der Roboter-Fahrzeuge durch die Mojavewüste

31. Mai 2005, 14:45
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Vehikel müssen ohne Fahrer und Fernsteuerung den Weg finden - Vorjahres-Sieger schaffte nur 12 der 230 Kilometer

Silver Springs/USA - Im Herbst 2004 startete in der kalifornischen Mojavewüste das erste Rennen für selbststeuernde Roboterfahrzeuge. Das Ergebnis war eher bescheiden. Der beste Teilnehmer, ein umgebauter und mit Elektronik voll gestopfter Humvee, schaffte gerade zwölf der geplanten rund 230 Kilometer. In diesem Jahr soll die Strecke für das Rennen am 8. Oktober noch länger werden.

Preisgeld vom US-Verteidigungsministerium

Die Vorbereitungen für das "Grand Challenge for Autonomous Robotic Ground Vehicles", das von der Forschungsabteilung des US-Verteidigungsministeriums (DARPA) ausgeschrieben und mit einem Preisgeld von zwei Millionen Dollar (1,59 Mio. Euro) ausgestattet wurde, laufen auf Hochtouren.

DARPA-Vertreter haben schon mit der Überprüfung der fast 200 Fahrzeuge begonnen, die gemeldet wurden. Derzeit sind noch 118 dabei, am 1. Juni soll die Zahl auf 40 gekürzt werden. An dem Rennen selbst sollen dann 25 Fahrzeuge teilnehmen. Diese müssen ihren Weg über die ausgewählte Strecke ganz alleine finden, ohne Fernsteuerung. Und ewig Zeit haben die Roboter auch nicht, in zehn Stunden müssen sie am Ziel sein.

Wie groß das Interesse der Industrie an diesem Rennen ist, zeigt die Liste der Sponsoren. Beim Favoriten "Sandstorm", der an der Universität Carnegie Mellon entwickelt wird, sind dies unter anderem Boeing, Caterpillar, Intel und auch Google und das Magazin "Wired".

Technologischer Quantensprung

DARPA-Vertreter erwarten einen harten Wettbewerb. Technologisch habe es im Vergleich zum Vorjahr einen Quantensprung gegeben, Ton Goodwin. "Es gibt viel mehr Fahrzeuge mit der Fähigkeit, den ganzen Weg zu schaffen." (APA/AP)

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    Der SciAutonics II aus Thousand Oaks, Kalifornien, eröffnete das Vorjahres-Rennen

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    Der CajunBot kurz vor dem Start am 13. März 2004.

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