Zivildiener fordern Nachbesserungen

23. Mai 2005, 12:59
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Novelle vor Behandlung im Ministerrat

Wien - Die von der Regierung geplanten Änderungen beim Zivildienst mit der Verkürzung von zwölf auf neun Monate stehen vor der Behandlung im Ministerrat. Die Betroffenen - die Zivildiener - fordern noch Nachbesserungen. Vor allem sollte die Dauer auf sechs Monate reduziert und damit der künftigen Dauer des Wehrdienstes angepasst werden, so der Bundessprecher der Zivildiener, Michael Kraft, am Montag in einer Aussendung.

"Zivis werden von der Regierung als minderwertig eingestuft - das ist angesichts des enormen Einsatzes von Zivis für das soziale System widerlich", sagte Kraft. Weitere Kritikpunkte an der Zivildienstgesetz-Novelle sind die Einrichtung von Schlichtungsstellen, die als "Entmachtung" des Zivildienstrates gesehen wird, und das weiterhin ungelöste Verpflegungsproblem. Tausende Beschwerden seien einfach ignoriert worden.

Wann die Zivildienst-Novelle in den Ministerrat kommt, steht noch nicht fest. Voraussichtlich werde das nächste oder übernächste Woche der Fall sein, hieß es am Montag im Innenministerium. (APA)

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