Proteste gegen Gaza-Abzug bei Sharon-Rede in New York

24. Mai 2005, 23:04
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"Juden vertreiben keine Juden" - Demonstranten gelangten ins Auditorium

New York - Der Gaza-Abzugsplan des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon hat auch bei amerikanischen Juden Proteste ausgelöst. Bei einem Gastvortrag Sharons am Baruch College in New York demonstrierten am Sonntagabend etwa 1.500 Menschen gegen das Vorhaben, alle 21 jüdischen Siedlungen in dem Autonomiegebiet zu räumen. Zahlreiche Gegner gelangten ins Auditorium und unterbrachten die Rede des Regierungschefs immer wieder mit Zwischenrufen wie "Juden vertreiben keine Juden".

Schließlich wurden die Proteste so laut, dass Sharon in seinem Vortrag inne halten und warten musste, bis die Demonstranten aus dem Saal geführt waren. "Normalerweise regele ich so etwas selbst", sagte er scherzend dazu. Anschließend wurde er von mehr als tausend ihm wohlgesinnten Zuhörern mit freundlichem Beifall begrüßt. In seiner Rede verteidigte Sharon den Gaza-Abzugsplan als Chance für eine bessere Sicherheitslage in Israel und einen neuen Friedensprozess mit den Palästinensern. (APA/AP)

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