Neuer Prozess gegen Lynndie England beginnt kommende Woche

21. Mai 2005, 13:45
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Richter im ersten Verfahren nahm Schuldeingeständnis der US-Soldatin nach Zeugenaussage nicht an

Fort Hood/USA - Der Prozess gegen die US-Soldatin Lynndie England wegen des Folterskandals von Abu Ghraib wird in der kommenden Woche neu aufgerollt. Wie die US-Streitkräfte in Fort Hood in Texas am Donnerstag mitteilten, beginnt die Anhörung am Dienstag. Das Verfahren muss noch einmal komplett neu aufgerollt werden, weil der zuständige Militärrichter das strafmildernde Schuldeingeständnis Englands im ersten Verfahren zu Beginn des Monats zurückgewiesen hatte.

Zeuge: Folterfotos waren "Unterrichtsmaterial"

Nach Militärrecht kann ein Richter das Schuldeingeständnis nur dann akzeptieren, wenn die Angeklagte zum Tatzeitpunkt wusste, dass sie etwas Illegales tat. Daran zweifelte der Richter aber nach einer Aussage des mutmaßlichen Anführers in dem Folterskandal, Charles Graner. Graner erklärte, drei von ihm gemachte Fotos, auf denen England einen nackten irakischen Gefangenen an einer Leine hält, hätten als legitimes Unterrichtsmaterial für andere Wachleute dienen sollen. England hatte am Montag dagegen erklärt, sie habe damals gewusst, dass die Fotos ausschließlich zur Belustigung des Wachpersonals in dem Bagdader Gefängnis dienen sollten.

Die erste Anhörung gegen England fand im August vergangenen Jahres in Fort Bragg in North Carolina statt. Sie führte zu der zuletzt gescheiterten Anklage. (APA/AP)

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    Lynndie England nach dem überraschenden Ende des ersten Verfahrens gegen sie.

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