Seilbahnunternehmer Klaus: "Ach hätten wir doch den Mund gehalten"

23. Mai 2005, 19:21
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Gorbachs zukünftiger Arbeitgeber erwägt Verzicht auf die Bewerbung um Bodensee-Schifffahrt

Wien - Der Eigentümer der Silvretta Nova-Bergbahnen, Walter Klaus, bedauert im Interview mit dem "Kurier" die öffentliche Diskussion über den möglichen Wechsel von Vizekanzler Hubert Gorbach (B) in sein Unternehmen. Er spricht von einer "bestehenden Grundsatzvereinbarung", dass Gorbach im nächsten Jahr dort Vorstand werden will - und meint, Gorbach und er seien diesbezüglich "zu ehrlich" gewesen.

"Hubert Gorbach und ich haben Gespräche geführt und gesagt: Ach hätten wir doch den Mund gehalten", sagt Klaus. Außerdem deutet er an, dass er auf eine Bewerbung um die Bodensee-Schifffahrt der ÖBB verzichten könnte. "Wenn keine einwandfreie Abwicklung möglich ist, wenn eine Kampagne losgeht, dann verzichte ich darauf." Er wolle weder für sich noch für Gorbach Schwierigkeiten.

BZÖ-Chef Jörg Haider trat unterdessen in der "Kärntner-Krone" Spekulationen über einen möglichen früheren Wechsel Gorbachs entgegen. Der Vizekanzler werde "selbstverständlich bis zur Wahl im Herbst 2006 bleiben und im Wahlkampf mitkämpfen", erklärte der Kärntner Landeshauptmann. Er verwies auch darauf, dass Gorbach keinen schriftlichen Vertrag mit dem Privatunternehmen habe, sondern vom derzeitigen Eigentümer irgendwann als Nachfolger vorgesehen sei. (APA)

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