Premiere nähert sich der Gewinnzone

27. Mai 2005, 14:13
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Betriebsgewinn übertraf durchschnittliche Erwartungen

Der Bezahlfernsehsender Premiere nähert sich nach deutlichen operativen Verbesserungen auch nach Steuern der Gewinnzone an. Im ersten Quartal verbuchte das seit März an der Börse gelistete Unternehmen einen Nettoverlust von 3,4 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr ein Minus von 41,4 Mio. Euro angefallen war. Der operative Gewinn (Ebitda) habe 22,7 Mio. Euro nach einem Verlust von 1,8 Mio. Euro im Vorjahr betragen, teilte Premiere am Donnerstag in München mit.

Der Betriebsgewinn übertraf die durchschnittliche Erwartungen von Analysten leicht, die mit 21 Mio. Euro gerechnet hatten. Premiere-Chef Georg Kofler zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen. "Premiere hat im 1. Quartal 2005 alle operativen Ziele erreicht", sagte er.

Wachstum klar über dem Durchschnitt

Der Umsatz des PayTV-Senders wuchs bis Ende März um 10,3 Prozent auf 247,4 Mio. Euro, fiel damit aber etwas geringer aus als von Analysten erwartet. Kofler erklärte, das Wachstum liege klar über dem Durchschnitt der deutschen Medienindustrie, die wegen der Flaute auf dem Werbemarkt eher schwächere Zahlen meldet. Per Ende März verbuchte Premiere knapp 3,3 Mio. Abonnenten, 11,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Bei den Nettoergebnissen profitiert Premiere stark von deutlich gesunkenen Finanzschulden, die auch durch die Einnahmen aus dem Börsengang und einer Neuordnung der Finanzierung kräftig abnahmen. Insgesamt schrumpften die Finanzverbindlichkeiten seit Jahresende von 370,2 Mio. Euro auf 83,6 Mio. Euro. Dadurch werde die Zinsbelastung auch in den kommenden Quartalen weiter abnehmen.

Beschleunigung

Im weiteren Verlauf des Jahres rechnet Premiere mit einer Beschleunigung des Umsatzwachstums. "Das Wachstum wird im zweiten Halbjahr an Dynamik gewinnen, mit Schwerpunkt im vierten Quartal", hieß es. Bereits beim Börsengang im März hatte Firmenchef Kofler für das Jahr 2005 einen Umsatz von mehr als einer Milliarde (Vorjahr 918,6 Mio.) Euro in Aussicht gestellt. (APA/Reuters)

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