Öffentlicher Auftritt des Wiener Elfriede Jelinek-Forschungszentrums

24. Mai 2005, 20:31
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Vorstellung, Lesung und Diskussion am 15. Juni im Parlament

Wien - Mit einer Lesung und Diskussion unter dem Titel "Österreich : Jelinek. Eine Auseinandersetzung" stellt sich am 15. Juni im Parlament erstmals das vergangenen Herbst gegründete Elfriede Jelinek-Forschungszentrum vor. Es versteht sich als Informations- und Kommunikationszentrum für alle, die sich für Jelineks Arbeiten interessieren, und will mit Veranstaltungen zu Jelinek und ihren Kontexten auch Reflexions- und Diskussionsforum sein, heißt es in einer Aussendung.

Lesung: 3. Juni Anmeldefrist

Am 15. Juni (16.30 Uhr) im Parlament liest die Schauspielerin Sophie Rois aus Jelineks politischen Essays zu Österreich, in Kombination mit Statements von Politikern und Politikerinnen zu Jelinek aus den vergangenen Jahren. Im Anschluss diskutieren die Literaturwissenschafterin Sigrid Löffler, Theaterwissenschafterin Hilde Haider-Pregler sowie die Kultursprecher und -sprecherinnen Christine Muttonen (S), Andrea Wolfmayr (V), Wolfgang Zinggl (Grüne) und Heidemarie Unterreiner (F). Diese Veranstaltung ist nur mit einer offiziellen Einladung des Parlaments zugänglich. Diese wird Interessenten zugeschickt, die sich bis 3. Juni unter e.jelinek.fz@gmx.at anmelden.

Umfassendes Werkverzeichnis angestrebt

Eine der zentralen Aktivitäten des im Umfeld des Wiener Instituts für Germanistik angesiedelten Forschungszentrums ist die laufende Erarbeitung eines umfassenden Jelinek-Werkverzeichnisses. Dazu wird das 2004 erschienene "Werkverzeichnis Elfriede Jelinek", das die Leiterin des Forschungszentrums, Pia Janke, gemeinsam mit Studentinnen und Studenten zusammengestellt hat, regelmäßig ergänzt und in überarbeiteten Neuauflagen publiziert. Die nächste Neuauflage ist für 2007 geplant.

Die Idee zum Elfriede Jelinek-Forschungszentrum entstand mit der Verleihung des Literaturnobelpreises an die Autorin, erzählt Janke, die Assistenzprofessorin am Institut für Germanistik ist: "Das Werkverzeichnis wurde zufällig gleichzeitig fertig. Auch der Termin für die Buchpräsentation war zufällig schon vorher für den 10. Dezember, den Tag der Nobelpreis-Verleihung, fixiert worden."

Dokumentation in Arbeit

Derzeit ist eine Dokumentation zur Literaturnobelpreis-Verleihung an Jelinek in Arbeit, die im November in der Edition Praesens erscheinen soll. Sie enthält Jelineks Dankesrede und Horace Engdahls Laudatio und erschließt die Interviews, die Jelinek den unterschiedlichsten Medien anlässlich des Nobelpreises gegeben hat, die Preisverleihung und das gesamte Spektrum der Berichterstattung und Reaktionen. (APA)

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