Erneut Flugzeug wegen verdächtigen Passagiers umgelenkt

19. Mai 2005, 14:36
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FBI verhört Mann nach Zwischenlandung in Maine

Washington - Nach dem Auftauchen eines verdächtigen Namens auf einer Passagierliste ist in den USA bereits zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ein aus Europa kommendes Flugzeug zu einem ungeplanten Zwischenstopp gezwungen worden. Nach Angaben der US-Behörde für die Verkehrssicherheit (TSA) wurde am Dienstag ein Alitalia-Flug von Mailand nach Boston angewiesen, in Bangor im nordöstlichen US-Staat Maine zu landen.

Der betreffende Passagier und sein Gepäck seien dort von Bord gebracht worden, sagte eine TSA-Sprecherin in Boston. Die Alitalia-Maschine konnte nach der Zwischenlandung ihren Flug fortsetzen.

Der Mann, dessen Name auf einer Liste von Terrorverdächtigen stehe, werde zurzeit von Beamten des FBI und der Einwanderungsbehörde verhört, sagte die TSA-Sprecherin. Noch sei unklar, ob es sich bei dem Passagier wirklich um den Gesuchten oder um eine zufällige Namensgleichheit handelte.

Bereits am Donnerstag war ein Flug der Air France von Paris nach Boston zu einem Zwischenstopp in Bangor gezwungen worden. Dabei stellte sich jedoch im Nachhinein heraus, dass es sich um falschen Alarm handelte. Der angeblich verdächtige Passagier war unschuldig, wie seine Vernehmung in Bangor ergab. Sein Name sei mit dem eines "möglichen Terroristen" auf der Liste von Personen identisch, denen die Einreise in die USA untersagt ist, erklärte die TSA.

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 sind die Einreiseregeln in den USA schrittweise verschärft worden. So müssen Fluggesellschaften vor Flügen in die Vereinigten Staaten die Passagierlisten auf Reisende überprüfen, denen die Einreise untersagt ist. Später wird die Liste dann an die US-Behörden weitergeleitet, die sie vor Ankunft der Maschine gegenprüfen. (APA)

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