4.700 Jahre alte Wein- und Bierkrüge in Abydos ausgegraben

24. Mai 2005, 15:57
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Archäologen vermuten Reste eines Rituals - Skelett einer Frau im Talbezirk des Grabes von König Aha entdeckt

Kairo - Die Pharaonen wussten einen guten Tropfen zu schätzen. Wie die Altertümerverwaltung in Kairo am Dienstag berichtete, hat ein US-Archäologenteam im ägyptischen Abydos kürzlich an einem Ort rund 200 gut erhaltene Wein- und Bierkrüge ausgegraben. Die Tonkrüge verstopften das Nordtor der Lehmziegel-Umfassungsmauer des zum Grab von Pharao Cha'sechemui (bis ca. 2740 v. Chr) gehörenden Talbezirks in Schunat al-Sebib. Experten vermuten nun, dass die Krüge nach einem Ritual liegen gelassen wurden. Ob der Alkohol, der vor rund 4700 Jahren in diesen Krügen aufbewahrt worden war, damals geopfert oder getrunken wurde, konnten die Archäologen nicht sagen.

Umfassungsmauer als Wohnstatt

Am Westtor von Schunat al-Sebib entdeckten die Archäologen Teile der Umfassungsmauer des Talbezirks von Cha'sechemui. Die Mauern waren so dick, dass christliche Einsiedlermönche später Löcher in das Mauerwerk schlugen, um darin zu wohnen. Wie der Generalsekretär der Altertümerverwaltung, Zahi Hawwas, berichtete, wurden dort inzwischen auch koptische Texte ausgegraben.

Im Talbezirk des Grabes von König Aha (um 3000 v. Chr.) fanden die Forscher außerdem in einem Nebengrab das Skelett einer Frau, die wohl zusammen mit dem Pharao bestattet worden war. Zu ihren Füßen lagen mehrere Krüge. (APA/dpa)

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    Im Talbezirk des Grabes von König Aha entdeckten die Archäologen auch das Skelett einer Frau. zu ihren Füßen lagen mehrere Krüge.

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