AKNÖ warnt vor illegalem Zigarettenversand per Internet

18. Mai 2005, 10:11
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"Dubioser Strukturvertrieb" wirbt um Mitglieder

Vor einem illegalen Zigarettenversand via Internet warnte am Montag die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ). Ziel des "dubiosen Strukturvertriebs" sei es, möglichst viele Mitglieder anzuwerben, denen "hohe Provisionen" versprochen werden. Diese Vorgangsweise ist laut AKNÖ in der EU verboten.

Unzulässig<7b>

"Kommen die Zigaretten aus dem Raum der Europäischen Union, ist der Bezug unzulässig, da der innergemeinschaftliche Versand von Zigaretten verboten ist", erläuterte AKNÖ-Konsumentenberater Werner Krisch. Stammen die Rauchwaren jedoch aus einem Nicht-EU-Land, würden enorme Gebühren anfallen.

Schmuggel

Werden diese Abgaben nicht bezahlt, handelt es sich nach Angaben der AKNÖ um Schmuggel. Der Strafrahmen kann sich bis zur zweifachen Höhe der entgangenen Eingangsabgaben erstrecken. Hinzu würde noch eine zusätzliche Strafe im Rahmen eines Verfahrens kommen.

Das System des "Zigaretten-Clubs" funktioniere nach dem Schneeball-Prinzip: Für jede Stange Zigaretten, die ein neues Clubmitglied erwirbt, bekommt das werbende Mitglied eine Provision in der Höhe von 0,40 Euro, hieß es am Montag in einer AKNÖ-Aussendung. Jedes geworbene Mitglied wirbt drei weitere Mitglieder an, die wiederum monatlich zwei Stangen Zigaretten kaufen, und anschließend drei weitere Mitglieder werben, die wiederum zwei Stangen Zigaretten pro Mitglied und Monat kaufen.

"Wer sich daran beteiligt, macht sich strafbar."

Die Organisatoren versprechen laut AKNÖ den Mitgliedern eine monatliche Gesamtprovision von rund 320 Euro. Konsumentenschützer Krisch warnt: "Wer sich daran beteiligt, macht sich strafbar."(APA)

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