Luftwaffen-Kommandant Wolf: Wien von Problemen nicht betroffen

10. Mai 2005, 17:05
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Weder "Meteor" noch "Taurus" werden von Österreich eingesetzt

Wien - Die Österreichischen Luftstreitkräfte sehen sich von den angeblichen technischen Problemen bei Bewaffnung und Finanzierung des Eurofighter "in keiner Weise" betroffen. Dies betonte Luftwaffen-Kommandant Generalmajor Erich Wolf am Samstag in einer Stellungnahme gegenüber der APA.

Österreich werde den Eurofighter nämlich zur Luftraumüberwachung beschaffen und benötige daher weder die Luft-Luft-Lenkwaffe "Meteor" (Reichweite rund Hundert Kilometer) noch die bunkerbrechende Luft-Boden-Rakete "Taurus". "Derartige Waffensysteme sind für den Luftkrieg vorgesehen, nicht aber für Überwachung und Sicherung des österreichischen Luftraumes", betonte Wolf.

Auch Finanzstreit für Österreich ohne Auswirkungen

Auch der angebliche Finanzstreit unter den Herstellerländern tangiere Österreich nicht. Diese habe nämlich einen Fixpreis vereinbart und sei daher an den Entwicklungskosten der Herstellerländer nicht beteiligt.

Das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte am Samstag im Voraus aus seiner Montagsausgabe vermeldet, dass es bei der Entwicklung von "Meteor" und "Taurus" Probleme gebe und ihr Einsatz im Eurofighter fraglich sei. Außerdem stritten die Herstellerländer Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien darüber, wer allfällige Mehrkosten bei der Entwicklung des Kampffliegers übernehmen solle. (APA)

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