Hirsch Servo nach drei Quartalen mit kräftigem Gewinneinbruch

13. Mai 2005, 19:16
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EGT schrumpft von 1,8 auf 0,2 Mio. Euro - Umsatz um 7 Prozent auf 39,4 Millionen Euro verbessert - 2005/05 EGT-Verdopplung angepeilt

Wien - Der börsenotierte Kärntner Verpackungshersteller Hirsch Servo AG, Glanegg, liegt nach den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2004/05 (per 30.6.) beim Gewinn deutlich hinter dem Vergleichswert des Vorjahres zurück.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) schrumpfte von 1,8 Mio. Euro auf 0,2 Mio. Euro. Der Umsatz wuchs um 7 Prozent auf 39,4 (36,8) Mio. Euro, teilte Hirsch Servo am Mittwoch ad hoc mit.

Erweiterungsinvestitionen

Das Unternehmen begründet den bereits im ersten Halbjahr angefallenen Gewinnrückgang mit Erweiterungsinvestitionen vor allem in Osteuropa sowie mit "eingeleiteten Korrekturmaßnahmen zur Neuausrichtung des Konzerns".

Im dritten Quartal selbst gab es - trotz Anlaufkosten für ein neues Werk in Lodz - ein ausgeglichenes EGT. Das Umsatzplus sei ausschließlich im Geschäftsfeld Technische Formteile erzielt worden.

Im Gesamtjahr 2004/05 (per Ende Juni) soll das EGT wie im Jahr davor bei 1,7 Mio. Euro liegen, der Umsatz soll mit "mindestens" 57,5 (56,6) um mindestens 1,6 Prozent höher ausfallen. Für das vierte Quartal wird durch "Saisoneffekte" ein Ergebnis von 1,5 Mio. Euro und ein Umsatz von "mindestens" 18,1 Mio. Euro erwartet.

Ausblick bekräftigt

Das Unternehmen bekräftigt seinen im Februar gegebenen Ausblick für das nächste Geschäftsjahr 2005/2006, in dem das EGT mindestens 3 Mio. Euro betragen soll.

Im Geschäftsfeld Technische Formteile ist nach der Inbetriebnahme des Werkes in Lodz die "Ausbaustufe Polen" abgeschlossen, weitere Werke in Rumänien und Bulgarien seien angedacht. Das EGT brach in diesem Bereich in den ersten neun Monaten durch Anlaufkosten und gestiegene Rohstoffpreise um ein Drittel von 2,1 auf 1,4 Mio. Euro ein.

Der Umsatz wuchs hier von 19,7 auf 24,2 Mio. Euro. Im Geschäftsfeld Maschinen- und Anlagenbau verdoppelte sich der EGT-Verlust in drei Quartalen von -0,3 auf -0,6 Mio. Euro. Der Umsatz sank von 13,2 auf 12,0 Mio. Euro. Im April wurde das Geschäftsfeld Präsentationssysteme verkauft. Es wies zuletzt einen Verlust von -0,6 Mio. Euro und einen um 0,7 auf 3,2 Mio. Euro geschrumpften Umsatz auf. (APA)

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