HVB im Auftaktquartal mit Gewinnanstieg

20. Mai 2005, 16:47
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Dank eines starken Handelsergebnisses wurden die Erwartungen übertroffen

Frankfurt - Nach dem Milliardenverlust im vergangenen Jahr ist die HVB, Mutter der österreichischen Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) dank eines starken Handelsergebnisses mit einem kräftigen Gewinnanstieg ins erste Quartal 2005 gestartet und hat die Erwartungen von Analysten übertroffen.

Unter dem Strich sei von Jänner bis März ein Gewinn von 336 Mio. Euro angefallen, nachdem im Vorjahr nach angepassten IFRS-Zahlen lediglich 56 Mio. Euro verbucht worden waren, teilte Deutschlands zweitgrößte Bank am Mittwoch in München mit. Vor Steuern kletterte das Ergebnis auf 565 (Vorjahr 206) Mio. Euro. Analysten hatten im Schnitt mit einem Nettogewinn von 295 Mio. Euro sowie einem Vorsteuerergebnis von 521 Mio. Euro gerechnet.

Ausblickend hieß es, die Bank halte an der angepeilten Eigenkapitalrendite von acht bis neun Prozent nach Steuern fest. "Mit den Ergebnissen des ersten Quartals befinden wir uns auf gutem Weg, diese Ziele zu erreichen."

Dividende für 2005 geplant

Heuer will die HVB nach Worten von Vorstandschef Dieter Rampl ihren Investoren für das laufende Geschäftsjahr 2005 wieder eine Dividende zahlen.

Nach drei Jahren ohne Ausschüttung müsse die Bank im laufenden Jahr wieder eine Dividende zahlen, sagte Rampl am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Analysten. An diesem Ziel halte Deutschlands zweitgrößtes Kreditinstitut fest.

Auf einen Verkauf ihres rund 15 Mrd. Euro schweren Portfolios mit Problemkrediten könnte die HVB laut Rampl verzichten. "Wir haben immer gesagt, dass wir alle Optionen verfolgen", sagte Rampl. Eine davon sei es, das Portfolio nicht zu verkaufen und selbst abzuarbeiten.

Auch eine Mischung aus beiden Möglichkeiten sei denkbar. Letztlich hänge dies von den Offerten möglicher Interessenten ab. (APA/Reuters)

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