"Spiderman", "Speed" und "Men in black"

10. Mai 2005, 21:51
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Studie: Immer mehr englischsprachige Filme behalten Orginaltitel

Würzburg - Immer mehr Kinofilme aus den USA oder Großbritannien dürfen ihren Originaltitel behalten, wenn sie in deutschsprachige Kinos kommen. Zu diesem Ergebnis kam der Sprachwissenschaftler Christoph Schubert bei einer vergleichenden Untersuchung von mehr als 1700 Filmtiteln an der Universität Würzburg.

Der Studie zufolge durften zwischen 1944 und 1953 nur neun Prozent der gezeigten Filme ihren englischen Originaltitel behalten. Im Zeitraum von 1994 bis 2002 waren es dagegen schon 47 Prozent. Begründung: Titel wie "Spiderman", "Speed" oder "Men in black" bereiteten auch Menschen mit geringen Englisch-Kenntnissen keine Probleme mehr.

In diesem Trend spiegelt sich laut Schubert die Globalisierung und die zunehmende Verbreitung englischsprachiger Ausdrücke wider. Sein schönstes Beispiel: Ein 1960 verfilmter Roman des Science-Fiction-Autors Herbert G. Wells kam damals als "Die Zeitmaschine" in die deutschen Kinos. Die Neuverfilmung von 2002 lief dann unter dem Originaltitel "The Time Machine". (APA)

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