60 Prozent der Malware bestehen aus Spyware

24. Mai 2005, 14:30
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Virenprogrammierer wollen mit ihrer "Arbeit" Geld verdienen

Von Januar bis Ende März hat der Anteil der Spyware und Adware 60 Prozent der erkannten Malware betragen. Nach Spyware und Adware folgen mit 18 Prozent Trojaner. Ganze fünf Prozent davon gehören der Download-Familie an, die dazu programmiert wurde, andere Malware herunter zu laden. Dies sind die Ergebnisse des Online-Scanners "Activescan" des Security-Spezialisten Panda Software.

Geld

Ziel ist nicht mehr einen Rechner nur zu beschädigen, die Malware-Autoren wollen vor allem finanziellen Nutzen aus ihren Kreationen ziehen. Das erklärt laut Panda die Aktivität der Trojaner, die eng mit Spyware verbunden sind. Häufig werden Trojaner als Verbreitungsmittel für Spyware- und Adware-Anwendungen genutzt. Würmer, die früher häufiger anzutreffen waren, wurden nur in elf Prozent der Fälle registriert. Dialer (0,3 Prozent) oder Backdoor-Trojaner (2 Prozent) spielen derzeit ebenfalls eine eher untergeordnete Rolle. Aufgrund der Daten von PandaLabs, dem Panda Software Forschungslabor, sind 42 Prozent der neu erschienenen Malware Trojaner.

Neue Strategie

In Hinblick auf Würmer verfolgen die Autoren scheinbar eine neue Strategie. Sie setzen so viele Varianten wie möglich in extrem kurzer Zeit frei. Dadurch soll eine möglichst hohe Anzahl von Rechnern infiziert werden. Auch hier steht wieder der finanzielle Nutzen im Vordergrund. Die Programmierer versuchen nicht nur ihre Malware schnell und weiträumig zu verteilen, sondern gleichzeitig auch andere Malware auf die Systeme zu bringen. Die Mytob-Wurm-Familie besteht bereits aus 60 Mitgliedern, die alle in den ersten drei Monaten dieses Jahres erschienen sind. Diese Würmer sind in der Lage, Netzwerke mit Spyware zu infizieren oder Zombie-Rechner, die massenhaft E-Mail-Spam verteilen, zu produzieren.(pte)

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