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13. Mai 2005, 09:52
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In Ungarn laden gastronomische Festivals zum Genuss ein

Auf einer kulinarischen Reise lässt sich Ungarn auf sehr instensive Art erleben. Hier ist man stolz auf die traditionellen Gerichte von Pörkölt bis Palatschinken, die teils weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Um diese buchstäblich "schmackhaften", meist regionalen Traditionen zu pflegen und zu feiern, werden alljährlich zwischen Sopron im Westen und Debrecen im Osten des Landes lukullischen Festivals veranstaltet.

Bereits zum zehnten Mal jährt sich beispielsweise am 8. Juli 2005 das Bajaer Volksfest. Im südungarischen Baja wird dann auf mehr als 2.000 Feuerstellen in Kesseln die berühmte Bajaer Fischsuppe gekocht. Bei dem mittlerweile im Guinnessbuch der Rekorde verzeichneten Fest wird die mit Paprika gewürzte, feuerrote Spezialität für rund 20.000 Personen zubereitet. Umrahmt wird das Kochspektakel unter freiem Himmel von Folklorevorstellungen. Das illustre Wetteifern auf dem Hauptplatz der Stadt endet Samstagnacht mit einem großen Feuerwerk.

Ebenfalls am 8. Juli kommen in Paks, circa 120 Kilometer südlich von Budapest, alle Wein- und Blues-Freunde auf ihre Kosten. Das 13. Internationale Gastro-Bluesfestival vereint Konzerte internationaler Künstler - wie etwa ein Auftritt der Manfred Mann's Earth Band - mit Kochwettbewerben und dem Genuss edler Tropfen aus ungarischen Weinkellern.

Viele kleine Festivals wie das Festival der Fisch- und Pusztagerichte am Theißsee in Tiszafüred (11. Juni 2005), der Karcager Schafkoch-Wettbewerb (25. Juni) oder das Nagykörüer Kirschfest (9. Juli) bieten weitere Gelegenheiten, das kulinarische Ungarn kennen zu lernen und sich dabei unter die einheimische Bevölkerung zu mischen. Denn hier treffen Gäste weniger auf andere Touristen als auf lokales Publikum. Unterhaltung mit Händen und Füßen ist also vorprogrammiert und macht die kleinen, aber feinen gastronomischen Festivals zu einem wahrhaft authentischen Ungarn-Erlebnis. (apA/red)

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