Aufregung um bauMax-Hütte "Mauthausen"

27. April 2005, 13:45
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Entschuldigung bei Israelitischer Kultusgemeinde und Spende an KZ-Gedenkstätte - Kataloge werden eingezogen, Blockhaus in "Linde" umbenannt

Salzburg – "Ich bin völlig verzweifelt", sagt Baumax-Chef Martin Essl zum STANDARD. Sein Unternehmen habe sich bereits bei der Israelitischen Kultusgemeinde entschuldigt und werde auch eine Spende an Mauthausen überweisen.

Einem Salzburger Baumax-Kunden war im aktuellen Katalog der Baumarktkette kürzlich ein besonderes Angebot aufgefallen: Blockhaus "Mauthausen". (Im NS-Konzentrationslager Mauthausen wurden mehr als 100.000 Menschen ermordet). Der Heimwerker berichtete zudem, ein junger Baumarkt-Mitarbeiter habe gemeint, das sei eben das "Gas-Haus". Firmenchef Essl: "Man muss uns glauben, wir sind ein christliches Unternehmen und bedauern zutiefst, was da passiert ist."

Das Blockhaus heißt jetzt "Linde", die Kataloge werden eingezogen, das Wort "Mauthausen" händisch ausgestrichen. Wie es zum Eklat kam? Essl: "Wir haben Produkte nach unseren Standorten benannt. Seit 1980 gibt's eine Filiale in Mauthausen." (mue, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.4.2005)

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