Yesss! sagt Njet zum Fachhandel

18. Mai 2005, 19:04
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Hartlauer und Cosmos kritisieren Diskont-Strategie von One

Die jüngsten Aktivitäten der 100-prozentigen One-Tochter Yesss! haben die Fachhändler in Aufruhr versetzt. "Der Handel reagiert heftig bis gar nicht. Es gibt aktuell einen größeren Händler, dessen Namen ich natürlich nicht nenne, der seine Strategie mit One überdenken will. Er wollte den neuen Diskont-Tarif haben", bestätigt Christian Czech, Chief Commercial Officer (CCO) bei One, gegenüber dem Fachmagazin EHZ.

Keine Beratungsleistung erforderlich

Während das Low-Cost-Angebot von neun Cent in alle Netze soeben massiv über den Lebensmitteldiskonter Hofer und das Internet transportiert wird, bleibt der klassische Vertriebskanal vom neuen Angebot ausgeschlossen. Die Begründung des CCO von One: "Wenn der Fachhandel nicht versteht, dass es sich hier um eine ganz andere Marke handelt, dann soll er es sich halt überlegen. Ich will nicht überheblich wirken, aber ich erkläre jedem sehr gerne die Strategie dahinter. Es handelt sich nur um ein Low-Cost-Wertkartenhandy, wo keine Beratungsleistung erforderlich ist."

Konkurrenz

Einen kleinen Strich durch die One-Rechnung machte kurz vor dem generalstabsmäßig geplanten Yesss!-Launch allerdings noch Erzfeind tele.ring. Mit der rasant gestarteten "Formel 10" sah sich One gezwungen, die druckfrischen Plakate auf den Müll zu werfen, denn ursprünglich sollte Yesss! 13 Cent in alle Netze kosten.

Fachhandel lässt die Muskel spielen

Der Fachhandel lässt nun die Muskel spielen, berichtet EHZ. "Wir sehen diese Entwicklung durchaus kritisch", bringt Cosmos-Geschäftsführer Manfred Warmuth die Stimmung auf den Punkt. Und Robert Hartlauer findet die Formel 10 besser, weil: "Bei Yesss! gibt es einfach keinen Service." Ob eine Beendigung der Zusammenarbeit mit One vorstellbar wäre, bleibt im Raum stehen. "Das mache ich mir mit den Verantwortlichen persönlich aus", sagt Hartlauer kryptisch. Cosmos-Chef Warmuth hätte Yesss! im Sinne eine Komplettsortiments gerne in seinen Filialen gesehen. Er meint über die Zukunft der Partnerschaft: "Darüber denke ich jetzt noch nicht nach. Aber für uns ist die Lage sicher einfacher als für One." (pte)

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