Der letzte Tanz der Nostalgie

8. April 2005, 23:20
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Der Besides-Club verabschiedet sich am Freitag - Buscemi aus Belgien zu Gast im Couchuc am Samstag

Anstatt die Kraft der frühlingsbedingten Hormonschübe für Partys zu nutzen, heißt es für die langjährige Veranstaltungsreihe Besides Rollbalken runter. Clubmacher Sven Gächter tritt die Flucht aus der Routine an, weil selbst noch so sympathische Konzepte der Erosion der Zeit unterliegen:

Besides wurde einst ins Leben gerufen, um bekannten Plattenkünstlern die Gelegenheit zu bieten, abseits ihrer Schublade die Turntables mit unerwarteter Musik zu bestücken. Schließlich leben bessere Clubnächte von Spontaneität. Die Referenzliste der Porgy-&-Bess-Party kann sich sehen lassen: Größen wie Akufen, King Britt, Hans Nieswandt oder Louie Austen durften die Beschallung gestalten. Bei der Abschiedsparty am Freitag sorgt der Chef im Alleingang für Sounds von Old-School-Funk bis Minimal-Techno. Baba!

Kein Abschied, aber eine gewisse Gesundschrumpfung ist am Samstag im Gürtellokal Couchuc zu beobachten. Der bekannte belgische Produzent Buscemi präsentiert dort in einem für ihn ungewöhnlich kleinen Rahmen die Verschränkung von Bossa, House, Lounge und Latin. (lux/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8.4.2005)

8. 4. 23.30

Porgy & Bess, 1., Riemergasse 11.

9. 4. 21.00

Couchuc, 8., Hernalser Gürtelbögen 69-70.

  • Hossa, es gibt Bossa! Buscemi aus Belgien gastieren an den Turntables des Couchuc.
    foto: luxner

    Hossa, es gibt Bossa! Buscemi aus Belgien gastieren an den Turntables des Couchuc.

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