Sun: GPL behindert freie Software

18. April 2005, 13:03
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"Geistiges Eigentum ist notwendig", meint Sun-Präsident Schwarz

Der Präsident des Softwarekonzerns Sun Microsystems übte heftige Kritik an der GNU General Public License (GPL). Seiner Meinung nach sei die mittlerweile 15 Jahre alte GPL für Open-Source-Projekte in der heutgien Zeit oft hinderlich.

Moderne Alternativen

Was Schwarz schon in seinem Blog angekündigt hatte, vertrat er auch auf der Open Source Business Conference (OSBC) in San Francisco. Aus seiner Sichtz sei die GPL in die Jahre gekommen und neue moderne Alternativen - wie etwa die Common Development and Distribution License (CDDL) aus dem eigenen Haus, die auf der Mozilla Public License (MPL) basiert - müssten an ihre Stelle treten. Wie der Sun-Präsident meinte benötigen Wirtschaftssysteme und moderne Gesellschaft geistiges Eigentum. AnwenderInnen, die mit GPL-Software arbeiten, müssten ihre Werke aber wiederum unter GPL veröffentlichen, und dies wertet Schwarz als Beschränkung der Freiheit. "Die GPL verspricht Freiheit, letztlich aber werden die Anwender gezwungen, ihre geistigen Leistungen der reichsten Nation der Welt zur Verfügung zu stellen, wo die GPL herkommt", meinte Schwartz laut US-Medienberichten.

Problematisch

In seiner Rede gegen die GPL warb Schwarz für Suns CDDL, die erstmals bei OpenSolaris zum Einsatz kommt. Dieses Lizenzmodell unterscheiden sich nach dem Sun-Präsidenten vor allem dadurch, dass die EntwicklerInnen keine GPL-ähnlichen Verpflichtungen eingehen müssen. CDDL ist in der Open-Surce-Community aber bei weitem nicht unumstritten. Sun hat nämlich eine Reihe GPL-lizenzierter Techniken für Solaris eingesetzt, will nun aber mit der CDDL seine eigenen Produkte pushen und dies auf Kosten der freien GPL-Software.(red)

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