Je riskanter, desto teurer: Starkes Gefälle bei Fondsgebühren

    14. Juni 2019, 12:04
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    FMA: Wenig Veränderung zum Vorjahr, Österreich insgesamt im EU-Schnitt

    Wien – Je größer das Risiko, desto höher die Kosten. Nach dieser Faustregel lassen sich die anfallenden Gebühren für Fondsanleger kategorisieren, wie eine Erhebung der Finanzmarktaufsicht FMA zu den Fondskosten Ende 2018 ergibt. Demnach fallen für Rentenfonds im Schnitt 0,99 Prozent an maximalen Verwaltungsgebühren an, bei risikoreicheren Aktienfonds erhöht sich der Wert auf 1,59 Prozent. Ähnlich sieht es bei den maximalen Ausgabeaufschlägen aus, die beim Fondserwerb einmalig anfallen: Auch hier liegen Renten mit 3,39 Prozent deutlich unter Aktien, bei denen im Mittel 4,33 Prozent fällig werden.

    Über alle Fondskategorien hinweg betragen die maximalen jährlichen Verwaltungsgebühren im Schnitt 1,21 Prozent, die laufenden jährlichen Kosten 1,13 Prozent sowie die maximalen Ausgabeaufschläge 3,61 Prozent. Damit haben sich die durchschnittlichen Fondsgebühren verglichen mit Ende 2017 laut FMA nur wenig verändert. Im europäischen Vergleich ist Österreich damit wenig auffällig: Die Kosten von Fonds sind hierzulande etwa gleich hoch wie in Deutschland und liegen damit im EU-Schnitt. Während österreichische Rentenfonds geringfügig geringere Gebühren haben, liegen diese bei Aktienfonds etwas höher.

    In die Analyse wurden 1120 österreichische Publikumsfonds von 22 Anbietern mit einem Gesamtvolumen von annähernd 90 Milliarden Euro zum Jahresende 2018 einbezogen. (aha, 15.6.2019)

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