Hochwassersituation in Tirol weitgehend stabil geblieben

    13. Juni 2019, 08:33
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    In der Nacht gab es rund 60 Feuerwehreinsätze, ein Radfahrer, der in den Fluss stürzte, ist noch immer verschollen

    Innsbruck – Die Hochwassersituation in Tirol hat sich im Laufe des Donnerstagsvormittags zunehmend entspannt. Am Inn sei nun größtenteils eine rückläufige Wasserführung zu verzeichnen, teilte das Land in einer Aussendung mit. Nach einem Höchststand des Inn in Innsbruck von 6,32 Meter kurz nach Mitternacht war der Pegelstand am späten Vormittag wieder unter die Sechs-Meter-Marke gesunken.

    In Kombination mit der für Donnerstag und Freitag prognostizierten stabilen Wetterlage sei davon auszugehen, dass die Pegel weiter sinken werden, hieß es. "Die aktuelle Situation stimmt uns vorsichtig optimistisch. Unsere Expertinnen und Experten werden die Lage aber weiterhin rund um die Uhr beurteilen und beobachten", erklärte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

    Pegel gehen langsam zurück

    foto: hydro online/land tirol

    "Es ist damit zu rechnen, dass die Pegel entlang des Inn langsam zurückgehen. Die Wasserführung liegt allerdings insgesamt auf einem hohen Niveau – auch aufgrund der weiter anhaltenden Schneeschmelze. Die Lage kann grundsätzlich als stabil bezeichnet werden", betonte Markus Federspiel, Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft. Auch die Zubringerflüsse wie die Ötztaler oder die Pitztaler Ache sowie die Sanna weisen rückläufige Wasserführungen auf. Im Tiroler Unterland könnten die Pegel jedoch nochmals moderat ansteigen, allerdings werden die am Donnerstag erreichten Höchstwerte entlang des Inn, beispielsweise in Brixlegg oder Kirchbichl, voraussichtlich nicht mehr überschritten, prognostizierte Klaus Niedertscheider vom Sachgebiet Hydrographie und Hydrologie des Landes.

    In der Nacht auf Donnerstag verzeichnete die Leitstelle Tirol rund 60 Feuerwehreinsätze, vor allem im Tiroler Unterland. Über 40 Feuerwehren waren auch am Vormittag noch im ganzen Land im Einsatz. Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels mussten allen voran im Unterland unter Wasser stehende Kellerräume ausgepumpt werden.

    orf

    Der mobile Hochwasserschutz in der Innsbrucker Altstadt soll vorsichtshalber noch bis mindestens Ende der Woche stehen bleiben. "Es bleibt nun abzuwarten, wie viel Niederschlag am Wochenende noch auf uns zu kommt", meinte Elmar Rizzoli, Leiter des städtischen Amts für Allgemeine Sicherheit. Auch die bestehenden Brückensperren für Fußgänger und Radfahrer blieben vorerst aufrecht.

    Radfahrer weiterhin vermisst

    Ein Radfahrer, der Mittwochnachmittag bei Sautens (Bezirk Imst) in die hochwasserführende Ötztaler Ache gestürzt und sofort abgetrieben worden war, ist auch am Donnerstagvormittag weiterhin vermisst geblieben. Auch die Identität des Mannes war nach wie vor unklar.

    Zudem war Donnerstagfrüh bei Schwaz vermutlich eine leblos im Inn treibende Person gesehen worden. Es war vorerst laut Polizei aber noch nicht gesichert, ob es sich dabei tatsächlich um einen Menschen handelte. Eine zunächst in Schwaz eingeleitete Suchaktion wurde am späten Vormittag in den Bezirk Kufstein verlagert. Ob es sich bei dem Radfahrer und der leblosen Person um denselben Menschen handelt, konnte zunächst nicht festgestellt werden. Die Möglichkeit eines Zusammenhangs bestehe aber, sagte ein Sprecher der Polizei zur APA. Auch im Pitztal meldete die Leitstelle einen Ertrinkungsunfall, nähere Informationen dazu waren vorerst aber nicht bekannt. (APA, 13.6.2019)

    • Im Bild eine überflutete Unterführung in Terfens am Mittwoch, 12. Juni 2019.
      foto: apa / jakob gruber

      Im Bild eine überflutete Unterführung in Terfens am Mittwoch, 12. Juni 2019.

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