Erstes Urteil in Bestechungsskandal um US-Eliteunis gefallen

    13. Juni 2019, 06:26
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    Ein Ex-Segellehrer der Universität Stanford entgeht einer Haftstrafe. Er erhält sechs Monate Hausarrest, eineinhalb Jahre Aufsicht durch die Justiz und 10.000 Dollar Geldstrafe

    New York – Im Bestechungsskandal um Zulassungen an US-Eliteuniversitäten ist ein erster Angeklagter verurteilt worden – und einer Haftstrafe entgangen. Die Richterin sprach am Mittwoch ein mildes Urteil gegen John Vandemoer, einen früheren Segellehrer der kalifornischen Universität Stanford: sechs Monate Hausarrest, eineinhalb Jahre Aufsicht durch die Justiz sowie 10.000 Dollar Geldstrafe.

    Die Staatsanwaltschaft hatte 13 Monate Haft gefordert. Der 41-Jährige hatte sich schuldig bekannt, insgesamt 610.000 Dollar (540.000 Euro) Bestechungsgeld angenommen zu haben. Im Gegenzug empfahl er die Kinder reicher Eltern für die Segelteams in Stanford– und ermöglichte ihnen damit die Aufnahme an der berühmten Universität.

    Der Bestechungsskandal war Mitte März bekannt geworden. Wohlhabende Eltern sollen viel Geld gezahlt haben, damit ihre Kinder an Elitehochschulen aufgenommen werden. Angeklagt sind rund 50 Beteiligte, unter ihnen Prominente wie die Schauspielerinnen Felicity Huffman ("Desperate Housewives") und Lori Loughlin ("Full House").

    Die Bestechungsgelder der angeklagten Eltern waren an William Singer geflossen, der mittels eines ausgeklügelten Netzwerks für die Aufnahme wenig qualifizierter Studenten sorgte. So ließ er Prüfungsergebnisse fälschen und bestach Trainer, die Studienplatzanwärtern überdurchschnittliche sportliche Leistungen bescheinigten, um ein Sportstipendium zu ergattern. Singers kriminelle Organisation sammelte so insgesamt 25 Millionen Dollar von Eltern ein. (APA, AFP, 13.6.2019)

    • John Vandemoer, ehemaliger Segellehrer der Universität Stanford, bei einem Statement nach der Urteilsverkündung in Boston.
      foto: apa/afp/getty images/scott eisen

      John Vandemoer, ehemaliger Segellehrer der Universität Stanford, bei einem Statement nach der Urteilsverkündung in Boston.

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