Schnelles Geld mit Future-Net: Konsumentenschützer warnen vor Pyramidenspiel

    12. Juni 2019, 09:37
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    Nutzer sollen Ad-Packs kaufen und andere Mitglieder gegen Gewinnbeteiligung werben

    Die Social-Media-Plattform Future-Net wirbt damit, dass Nutzer einen Teil der Werbeeinnahmen erhalten – als Gegenleistung für Aktivitäten auf der Seite. Das klingt vielversprechend, doch dahinter dürfte ein hierzulande illegales Pyramidenspiel stehen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) und die Watchlist Internet warnen daher vor der Plattform.

    Mitglieder werben und Geld erhalten

    Die Registrierung ist für Nutzer zwar kostenlos. Danach sollen sie Ad-Packs um zehn US-Dollar kaufen, Werbung anklicken und neue Nutzer anwerben. Neben der Web-Plattform betreibt das Unternehmen auch Apps und bietet eine eigene Kryptowährung – Futuro-Coin. Auf der Facebook-Seite wurde auch ein Event in Villach beworben.

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    Doch laut dem polnischen Amt für Wettbewerb und Verbraucherschutz (Uokik) melden sich immer mehr Mitglieder, die keine Zahlung durch das Unternehmen erhalten hätten. Die Konsumentenschützer kritisieren zudem, dass die Seite kein Impressum aufweise und so die Kontaktaufnahme für Mitglieder erschwert werde. Hinter der Plattform stehe laut Konsumentenschützern die BCU Trading LLC aus Dubai, die Website wird jedoch auf den Marshallinseln gehostet.

    Illegale Pyramidenspiele

    Pyramiden- und Schneeballsysteme basieren darauf, dass möglichst rasch viele Nutzer mitmachen und weitere Mitglieder anwerben. "In der Regel geht das Geld bei solchen Projekten hauptsächlich an die Urheber der Pyramide", warnt die polnische Uokik. Und die Systeme brechen rasch wieder zusammen – wer später einsteigt, erleidet meist Verluste.

    In Österreich und vielen anderen Ländern sind diese Systeme daher verboten. Die Konsumentenschützer raten Nutzern, sich nicht auf derartigen Plattformen zu registrieren und kein Geld zu investieren. (red, 12.6.2019)

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