Ägypten will Versteigerung einer Pharaonenstatue verhindern

    12. Juni 2019, 09:10
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    Christie's hat eine 3.000 Jahre alte Quarzit-Abbildung von Tutanchamun im Programm

    foto: apa/afp/christie's auction house

    Kairo/London – Das Londoner Auktionshaus Christie's hat ein ganz besonderes Objekt in seinem Programm, das am 4. Juli versteigert werden soll: eine über 3.000 Jahre alte Quarzit-Abbildung von Pharao Tutanchamun. Für Ägypten ist es ein Unding, dass ein derart wertvolles Kulturgut wie eine Ware behandelt wird und womöglich weiter außer Landes bleibt, daher setzt Kairo alle Hebel in Bewegung, um die Versteigerung zu verhindern.

    Die ägyptische Regierung habe sich mit dem Gesuch an das Auktionshaus Christie's und die UN-Kulturorganisation UNESCO gewandt, teilte das ägyptische Ministerium für Antiquitäten mit. Vertreter der ägyptischen Botschaft in London hätten die Herausgabe des Objekts gefordert. In seinem laufenden Kampf um die Rückgabe gestohlener Artefakte hat Ägypten schon mehrere Auktionen stoppen lassen. Im vergangenen Jänner etwa wurde die Rückgabe einer antiken Steintafel erreicht, die aus einem Museum im Ort Luxor gestohlen worden war und ebenfalls in London versteigert werden sollte.

    foto: apa/afp/christie's auction house

    Bei dem auf einen Millionenwert geschätzten Objekt handelt es sich um den etwa 30 Zentimeter großen Kopf einer Statue oder Skulptur. Christie's preist es als "außergewöhnliche Darstellung" des Kindskönigs Tutanchamun an, der im Alter von neun Jahren Pharao wurde und bis zum Jahr 1323 vor unserer Zeitrechnung regierte. Zur Herkunft des Objekts heißt es, dass unter anderem dem Münchner Kunsthändler Heinz Herzer sowie Prinz Wilhelm von Thurn und Taxis gehört haben soll, zu dessen Sammlung es seit den 1960er-Jahren zählte. (APA, red, 12. 6. 2019)

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