Kanada stoppt Haltung und Zucht von Meeressäugern in Gefangenschaft

    11. Juni 2019, 17:48
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    Abgeordnete nahmen Verbot, das jedoch nicht rückwirkend gilt, in Strafgesetzbuch auf

    Montreal – Das kanadische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das die Haltung und Zucht von Walen und Delfinen in Gefangenschaft verbietet. Der Gesetzentwurf, der schon 2015 eingebracht und am Montag von den Abgeordneten beschlossen wurde, ändert das kanadische Strafgesetzbuch. Die Haltung und die Zucht von Meeressäugern sind damit künftig untersagt.

    Freizeitpark Marineland darf Meeressäuger behalten

    Das Verbot gilt allerdings nicht rückwirkend. Der Freizeitpark Marineland in der Stadt Niagara Falls und das Aquarium in Vancouver, die in Kanada als einzige Meeressäuger halten, dürfen ihre Tiere also behalten. Es gibt zudem einige Ausnahmen, etwa wenn ein verletztes Tier gesund gepflegt werden soll.

    Tierschützer begrüßten das Gesetz. Die Organisation World Animal Protection Canada lobte vor allem das Zuchtverbot. Die Wale und Delfine, die derzeit in Kanada in "winzigen Becken" gehalten würden, seien damit "die letzte Generation, die darunter leiden muss". Andere Länder sollten dem Beispiel folgen.

    Verbleibende Länder unter Druck

    Nach Angaben der Organisation gilt das Verbot inzwischen in rund einem Dutzend Länder, darunter in Costa Rica und Chile. Tierparks, die immer noch Wale als Attraktion halten, sehen sich auch in anderen Ländern zunehmendem Druck ausgesetzt. Im vergangenen Jahr hatte der britische Reiseveranstalter Thomas Cook angekündigt, keine Touren mehr zu Freizeitparks anzubieten, die Orcas halten. (APA, 11.5.2019)

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