Präsident der Lombardei sieht gute Chancen für Meyer als Scala-Chef

    11. Juni 2019, 16:19
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    Nach Rückzug des Intendanten der römischen Oper hat Dominique Meyer gute Karten im Rennen um den Intendantenposten des Mailänder Theaters. Entscheidung fällt am 18. Juni

    Der Präsident der Region Lombardei, Attilio Fontana, Mitglied des Aufsichtsrats der Scala, sieht gute Chancen für den Direktor der Wiener Staatsoper, Dominique Meyer, im Duell um den Intendantenposten des Mailänder Opernhauses, nachdem sein Rivale – der Intendant der römischen Oper Carlo Fuortes – sich aus dem Rennen zurückgezogen hat.

    "Sowohl Meyer als auch Fuortes sind zwei optimale Kandidaten. Wenn einer sich zurückzieht, hat der andere gute Chancen", erklärte Fontana im Gespräch mit Journalisten nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. Die Tatsache, dass Meyer Ausländer sei, sei keine Hürde für seine Ernennung zum neuen Scala-Intendanten anstelle von Alexander Pereira. "Wir sind alle Europäer. Meyer kommt aus einem anderen europäischen Land, er ist aber kein Ausländer", sagte Fontana, Spitzenpolitiker der in der Lombardei regierenden Lega.

    Auf die Frage, ob eine Verlängerung des Mandats von Pereira möglich sei, antwortete Fontana, das hänge von den Beschlüssen des Scala-Aufsichtsrats ab. "Das sind technische Beschlüsse, die ich jenen Personen überlasse, die mehr als ich von Oper verstehen", so Fontana.

    Im Scala-Aufsichtsrat sitzt auch der Präsident der Scala-Stiftung und Mailänder Bürgermeister Giuseppe Sala. Der Beschluss über Pereiras Nachfolge soll am 18. Juni fallen.

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