Madonna fühlt sich durch "New York Times"-Porträt "vergewaltigt"

    7. Juni 2019, 10:28
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    Sie dürfe diese Analogie verwenden, "weil ich mit 19 vergewaltigt wurde"

    Washington – US-Pop-Diva Madonna hat ein Porträt der "New York Times", das sich unter anderem mit ihrem Alter befasst, scharf kritisiert. Sie fühle sich durch den Artikel "vergewaltigt", schrieb Madonna am Donnerstag auf Instagram. Das Porträt mit dem Titel "Madonna im Alter von 60" sei durchzogen von "endlosen Kommentaren über mein Alter, das nie erwähnt worden wäre, wenn ich ein Mann wäre".

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    Das Porträt zeige, dass die "ehrwürdige 'NYT'" einer der "Gründerväter des Patriarchats" sei, schreibt die Sängerin. "Und ich sage: Tod dem Patriarchat, das tief in der Struktur unserer Gesellschaft verankert ist."

    Madonna bereut Zeit mit Journalistin

    Sie habe "Tage und Stunden und Monate" mit der Autorin des Artikels, der Journalistin Vanessa Grigoriadis, verbracht und ihr Zugang zu einer Welt verschafft, die vielen Menschen verschlossen bleibe, schreibt Madonna. "Ich bereue, auch nur fünf Minuten mit ihr verbracht zu haben. Ich fühle mich vergewaltigt. Und ja, ich darf diese Analogie verwenden, weil ich mit 19 vergewaltigt wurde."

    In dem Porträt beschreibt Grigoriadis, wie Madonna auf dem Höhepunkt ihrer Karriere in den 1980er-Jahren als "höchst autobiografischer, überselbstbestimmter, hypersexualisierter weiblicher Popstar" zu einem dominanten Vorbild der Weiblichkeit in den USA geworden sei. Inzwischen sei sie aber eine Sechzigjährige, die ihren Platz zwischen Künstlern suche, die "zwei Generationen jünger" seien. (APA, 7.6.2019)

    • Madonna als "Madame X" anno 2019.
      foto: reuters/mario anzuoni

      Madonna als "Madame X" anno 2019.

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