Shitstorm gegen Influencerin, weil sie um Geld bettelte

    7. Juni 2019, 10:30
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    "Mercedes Mum" wegen Raserei verurteilt – Kleinkind war ohne Gurt im Auto

    Die australische Instagram-Influencerin Margarita Tomovska hat über die Spendenplattform GoFundMe eine Spendenkampagne gestartet, um ihren Lebensstil fortführen zu können: Bis vor vergangenem Herbst war dies noch möglich. Die Influencerin veröffentlichte auf ihrer Seite, wo sie rund 73.000 Follower zählt, immer wieder Fotos von sich mit Luxusautos. Sie bezeichnet sich selbst als "Mercedes Mum". Zudem ging sie häufig Kooperationen mit Unternehmen ein.

    Geschwindigkeitsüberschreitung

    Im Herbst wurde sie jedoch von der Polizei aufgehalten: Damals fuhr Tomovska mit enorm hoher Geschwindigkeitsüberschreitung – 200 km/h – mit ihrem 160.000 Euro teuren Mercedes durch den australischen Bundesstaat New South Wales. Dabei saß ihre kleine Tochter ohne Gurt auf dem Rücksitz. Vor Gericht wurde entschieden, dass sie ihre Tochter künftig nur mehr unter bestimmten Auflagen sehen darf. Unternehmen hörten daraufhin auf, bei Tomovksa zu werben – aufgrund des dadurch entstandenen Geldmangel startete sie die Crowdfunding-Kampagne. Üblicherweise wird GoFundMe genutzt, um unterschiedlichste Initiativen für einen guten Zweck zu finanzieren.

    Auf der Beschreibung zeigt sich die 27-Jährige uneinsichtig. Sie bezeichnet die Polizisten, die sie aufgehalten haben, als "Raubvogel", "Hunde" und "Lügner". "Ich habe diese Kampagne gestartet, um Unterstützung gegen den Bullshit, den sie mir angetan haben, zu sammeln", schreibt die Influencerin.

    Shitstorm und Kritik

    Innerhalb von einer Woche bekam die Influencerin von sieben Personen 1.200 Dollar, 1.000 davon kamen von einer einzelnen Person. Auf sozialen Medien traf die Initiative aber vorwiegend auf negative Reaktionen. So attackierten sie Nutzer für ihr uneinsichtiges Verhalten und stellten infrage, ob eine Crowdfunding-Plattform dafür geeignet sei, einen teuren Lebensstil zu erbetteln. (red, 7.6.2019)

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