Deutsche dürfen den Stern HD 32518 benennen

    7. Juni 2019, 10:06
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    27 europäische Staaten bekommen "Namensrechte" für jeweils einen Stern – Österreich ist nicht darunter

    illustration: eso/l. benassi
    Noch "ungetauft": der Stern HD 32518 und sein riesiger Planet.

    Heidelberg – Wer diese Zeilen liest und nicht in Deutschland ansässig ist, darf leider nicht teilnehmen – dort tut sich aber gerade die seltene Gelegenheit auf, einen Namen für einen Stern samt Planet zu finden. Die Aktion "NameExoWorlds" findet anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Internationalen Astronomischen Union statt, berichtet das Max-Planck-Institut für Astronomie.

    Das Objekt in Frage ist ein Roter Riese mit der Katalogbezeichnung HD 32518. Der Stern befindet sich etwa 400 Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild der Giraffe und hat mindestens einen Planeten, HD 32518b. Dabei handelt es sich um einen Gasriesen mit rund der dreifachen Masse des Jupiter, der seinen Stern einmal alle 157,5 Tage auf einer engen Bahn umkreist. Entdeckt wurde er 2009 von einem Team der Europäischen Südsternwarte (ESO).

    Der Ablauf

    In der ersten Phase des Projekts vom 7. Juni bis zum 20. September werden auf der Website Exoplanet-benennen.de Namensvorschläge gesammelt. Vorschlagsberechtigt sind Schulklassen, Kindergartengruppen und Amateurastronomische Vereinigungen, die jeweils nur einen Name für den Stern plus einen Namen für den Planeten einreichen dürfen.

    Aus den Namensvorschlägen wählt eine IAU-Kommission dann fünf Vorschläge aus, die zur öffentlichen Abstimmung gestellt werden. Wer in Deutschland ansässig ist, darf von 10. Oktober bis 10. November auf der Website über die fünf Finalisten abstimmen. Derjenige Vorschlag, der die meisten Stimmen auf sich vereinigt, wird der IAU für die offizielle Namensgebung übermittelt. Die Katalogbezeichnung bleibt daneben aber natürlich bestehen.

    Österreich schaut durch die Finger

    Parallel dazu starten übrigens auch in anderen Ländern entsprechende Aktionen für andere Sterne und ihre Planeten. Alleine in Europa laufen 27 entsprechende nationale Bewerbe – Österreich ist allerdings leider nicht darunter. (red, 7. 6. 2019)

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