Handelsstreit: Huawei steigt aus Unterwasserkabelgeschäft aus

    4. Juni 2019, 14:08
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    Chinesisches Unternehmen dürfte erste Konsequenzen aus Handelsstreit mit USA ziehen und verkauft Firmenanteile

    Huawei hat erste Konsequenzen aus dem Handelsstreit mit den USA gezogen – oder ziehen müssen. Das chinesische Unternehmen steigt laut "The Verge" aus dem Unterwasserkabelgeschäft aus.

    Das kommt durchaus überraschend, gab es doch noch im Mai Meldungen, wonach Huawei 100 neue Unterwasserkabeln für die Datenverbindungen zwischen den Kontinenten planen würde. Und diese sind aufgrund 5G und den immer höher werdenden Anforderungen mehr denn je gefragt.

    Verkauf der Anteile

    Nun verkauft Huawei jedoch seine bisherigen 51 Prozent Anteile an der Tochterfirma Huawei Marine Systems, das seit 2009 mehr als 50.000 Kilometer Unterseekabel verlegt hat. Die Auftragslage gestaltete sich zuletzt als schwierig, seit Huawei auf die schwarze Liste der USA gekommen ist. Damit ist es US-Firmen ohne Sondererlaubnis untersagt, Geschäfte mit dem Telekommunikationsunternehmen zu tätigen. Aber auch Firmen aus anderen Ländern werden dadurch von Deals mit Huawei abgeschreckt.

    Das Geschäft bleibt aber zumindest in China, Hengtong Optic-Electric übernimmt die Anteile und hat bereits eine Notiz an der Börse hinterlegt – dies gilt als sicheres Zeichen für die Transaktion. Ein Kaufpreis ist bisher nicht bekannt.

    Die USA werfen Huawei vor, Spionage für die chinesische Regierung zu betreiben. Beweise für diese Behauptung wurden bisher nicht erbracht. (red, 4.6.2019)

    • Weltweit gibt es etwa 360 Unterseekabel
      foto: apa/afp/ander gillenea

      Weltweit gibt es etwa 360 Unterseekabel

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