Russische Behörden fordern Nutzerdaten von Dating-App Tinder

    3. Juni 2019, 14:55
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    Auch der russische Inlandsgeheimdienst FSB sowie das Innenministerium können Daten verlangen

    Russische Behörden fordern von der Dating-App Tinder die Herausgabe von Nutzerdaten. Die Betreiber von Tinder seien verpflichtet, die Informationen mindestens ein halbes Jahr zu speichern und den Behörden auf Anfrage bereitzustellen, teilte die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor am Montag in Moskau mit. Unter anderem könnten neben der Polizei auch der russische Inlandsgeheimdienst FSB sowie das Innenministerium die Daten verlangen.

    Zugriff bei Terrorverdacht

    Seit 2016 dürfen die Behörden auf Daten per Gesetz zugreifen, wenn sie kriminelle Machenschaften vermuten oder einem Terrorverdacht nachgehen. Kritiker sehen dies jedoch als Möglichkeit, das Internetstärker zu überwachen und zum Beispiel gegen die Opposition vorzugehen.

    Im vergangenen Jahr hatte der Fall um den international beliebten Chatdienst Telegram für Aufsehen gesorgt, der die Herausgabe der Daten-Verschlüsselung verweigerte. Der Dienst wurde in Russland zeitweise blockiert und das Unternehmen zu einer Geldstrafe verurteilt. (APA, 3.6.2019)

    • Russische Behörden wollen Einblick in die Dating-App Tinder.
      foto: reuters/mike blake

      Russische Behörden wollen Einblick in die Dating-App Tinder.

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