Angeblich verbannter Funktionär Nordkoreas zu Konzert mit Kim verdonnert

    3. Juni 2019, 13:49
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    Kim Yong-chol, der frühere Chefunterhändler bei den Abrüstungsverhandlungen mit den USA, wurde mit dem Diktator gesehen

    Pjöngjang – Ein angeblich zu Zwangsarbeit verurteilter hochrangiger Funktionär Nordkoreas ist wieder an der Seite des Machthabers Kim Jong-un aufgetaucht. Die südkoreanische Zeitung "Chosun Ilbo" hatte in der vergangenen Woche berichtet, Kim Yong-chol, der frühere Chefunterhändler bei den Abrüstungsverhandlungen mit den USA, sei nach dem gescheiterten Gipfeltreffen Kim Jong-uns mit US-Präsident Donald Trump im Februar in Vietnam in ein Arbeits- und Umerziehungslager geschickt worden.

    foto: ap photo/ahn young-joon
    Angeblicher Beweis für die Unversehrtheit Kim Yong-chols.

    Am Montag berichteten die nordkoreanischen Staatsmedien, Kim Yong-chol habe neben anderen Funktionären den Machthaber und dessen Frau Ri Sol-ju zu einem Konzert am Sonntag in Pjöngjang begleitet. Auch war Kim Yong-chol auf einem Bild im Publikum zu sehen. Beobachter bezweifelten die Berichte über die Internierung Kims.

    "Chosun Ilbo" hatte zudem berichtet, Nordkoreas Führung habe nach dem Gipfel den früheren Sondergesandten für die USA, Kim Hyok Chol, sowie einige Beamte des Außenministeriums hinrichten lassen. Die auflagenstärkste südkoreanische Zeitung berief sich dabei auf namentlich nicht genannte Quellen. Das Vereinigungsministerium in Seoul hatte sich zu dem Bericht nicht geäußert. Eine offizielle Bestätigung aus Nordkorea gab es nicht.

    foto: ap photo/andrew harnik, file
    Am 1. Juni 2018 konferierte Kim noch mit Donald Trump.

    Die stalinistische Führung in Pjöngjang ist bekannt dafür, politische Säuberungen durchzuführen. Doch oft erweisen sich Berichte aus Südkorea über die Hinrichtung oder Verbannung von Funktionären in dem weithin isolierten Nachbarland im Nachhinein als falsch. So war im Mai 2016 der angeblich hingerichtete frühere Armeechef Ri Yong-gil wieder in der Öffentlichkeit erschienen. (APA, 3.6.2019)

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