Nach US-Bann: Huawei soll Smartphone-Produktion gedrosselt haben

    2. Juni 2019, 11:01
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    Aufträge an Foxconn wurden laut Insidern zurückgefahren

    Der US-Bann hat für Huawei bisher drastische Konsequenzen nach sich gezogen. Da Unternehmen wie Google oder Qualcomm nicht mehr mit dem chinesischen Telekomkonzern zusammenarbeiten dürfen, ist unter anderem die Zukunft der Smartphone-Sparte ungewiss. Das Unternehmen überdenkt nun Strategie und Produktionspläne.

    Ziele wackeln

    Eigentlich hatte Huawei vor, bis 2020 der größte Smartphone-Hersteller der Welt zu werden und damit Samsung von der Spitze zu verdrängen. Nach dem Bann ist es fraglich, ob das gelingen wird. Bei einem Medienbriefing vergangenen Freitag in Shanghai sagte Zhao Ming, Chef von Huaweis Smartphone-Marke Honor, dass man derzeit noch nicht sagen könne, ob das gesetzte Ziel erreicht werden kann. Das berichtet die "South China Morning Post".

    Die Zeitung hat von Insidern außerdem erfahren, dass Foxconn die Herstellung von Huawei-Smartphones an mehreren Produktionsstätten eingestellt habe. Damit reagiere der Auftragsfertiger darauf, dass Huawei weniger Stückzahlen geordert habe. Ob das nur eine vorrübergehende Maßnahme ist oder längerfristig so bleibt, ist nicht bekannt. Weder Foxconn noch Huawei haben sich offiziell dazu geäußert. (red, 2.6.2019)

    • Huaweis Ziel bis 2020 weltweit größter Smartphone-Hersteller zu werden wackelt.
      foto: apa/afp/hector retamal

      Huaweis Ziel bis 2020 weltweit größter Smartphone-Hersteller zu werden wackelt.

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