Ex-HSV-Direktor Peters spottet über Beliebtheit von ÖFB-Trainern

    1. Juni 2019, 13:21
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    Vier österreichische Trainer in deutscher Liga: "Beginnt bei Ried oder Altach. Dann kommt ihr irgendwann zu Salzburg. Und dann wird gedacht: Oh, der hat aber viel gewonnen"

    Köln – Nicht alle Sportfunktionäre in Deutschland sind mit dem Run auf Trainer aus der österreichischen Liga glücklich. Der frühere HSV-Direktor Bernhard Peters etwa äußerte sich spöttisch. "Ich muss jungen Trainern empfehlen: Beginnt bei Ried oder Altach. Dann kommt ihr irgendwann zu Salzburg. Und dann wird gedacht: Oh, der hat aber viel gewonnen", sagte Peters bei einem Fußballkongress in Köln.

    Mit Salzburgs deutschem Meistermacher Marco Rose zu Borussia Mönchengladbach und Oliver Glasner von Vizemeister LASK zum VfL Wolfsburg wechseln zwei Trainer im Sommer aus der österreichischen in die deutsche Bundesliga. Der frühere Rapid-Coach Damir Canadi kommt von Atromitos Athen zum Erstliga-Absteiger 1. FC Nürnberg. Dazu ist mit Eintracht Frankfurts Adi Hütter ein weiterer Trainer in Deutschland tätig, der mit Salzburg Meister war.

    "Manche machen sich heute zu wenig Mühe, die Trainingskompetenz zu hinterfragen statt nur rein auf die Tabelle zu schauen", kritisierte Peters das Faible für Trainer mit Österreich-Vergangenheit. Der 59-Jährige war einst selbst als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Gespräch. Beim Hamburger SV war der frühere Weltmeistertrainer der deutschen Hockey-Herren von August 2014 bis Oktober 2018 in verschiedenen Funktionen tätig. (APA, 1.6.2019)

    • Der frühere HSV-Direktor Bernhard Peters hält es für bedenklich, dass gleich vier deutsche Bundesligisten auf österreichische Trainer vertrauen.
      foto: imago/oliver ruhnke

      Der frühere HSV-Direktor Bernhard Peters hält es für bedenklich, dass gleich vier deutsche Bundesligisten auf österreichische Trainer vertrauen.

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