Philippinen schicken Schiff mit mehr als 1.300 Tonnen Müll nach Kanada

    31. Mai 2019, 18:52
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    Monatelanger Streit: Präsident Duterte drohte mit Kriegserklärung

    Manila – Nach monatelangen diplomatischen Querelen schicken die Philippinen mehr als 1.300 Tonnen Müll nach Kanada zurück. Der Frachter MV Bavaria verließ am Freitag mit 69 Containern den philippinischen Hafen Subic Bay.

    Das Schiff, das unter der Flagge Liberias ausläuft, soll Ende des nächsten Monats nach einem Zwischenstopp in Taiwan in Vancouver an der kanadischen Westküste ankommen.

    foto: ap/nilo palaya, dfa - office of strategic communications and research
    Die MV Bavaria in Subic Bay.

    Auch Malaysia hat angekündigt, über 3.000 Tonnen Abfall in die Herkunftsländer USA, Japan und Kanada zurückzuschicken. China hat im Vorjahr den Import von Plastikmüll verboten.

    Duterte drohte mit Krieg

    Der Streit um den Müll beschäftigt beide Länder schon seit Monaten, Anfang Mai wurden der Botschafter und mehrere Diplomaten aus Kanada abgezogen. Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hatte Kanada sogar mit Krieg gedroht.

    Außenminister Teodoro Locsin freut sich.

    Er hatte angekündigt, notfalls den Schiffstransport selbst zu begleiten, um die Abfälle vor Kanadas Küste ins Meer zu werfen, und erwog auch die Möglichkeit, die Abfälle vor der kanadischen Botschaft in Manila auszukippen.

    foto: reuters/ban toxics
    November 2014: Zollbeamte überprüfen die Container.

    Der Müll war bereits in den Jahren 2013/14 über viele tausend Seemeilen hinweg nach Südostasien gebracht worden. Insgesamt handelte es sich um 103 Container mit Haushaltsmüll, darunter auch Plastikflaschen, Plastiksackerln, Altpapier und gebrauchte Windeln.

    foto: ap/aaron favila
    Demonstration gegen Müllimport vor der kanadischen Botschaft, Mai 2015.

    Nach philippinischen Angaben wurde alles fälschlicherweise als Plastikmüll deklariert. Der Abfall lagerte seither im Hafen von Subic Bay, etwa 80 Kilometer von der Hauptstadt Manila entfernt. (APA, dpa, 31.5.2019)

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