Gastronom bietet Kickls Pferden Platz auf der Heide und im Kochtopf

    31. Mai 2019, 15:11
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    Max Stiegl will die Pferde der vom Ex-Innenminister initiierten Reiterstaffel übernehmen, um sie später in seinem Restaurant zu verarbeiten

    Purbach – Der burgenländische Gastronom Max Stiegl interessiert sich für die Polizeipferde. In einem Schreiben an den – derzeitigen – Innenminister Eckart Ratz appelliert er an dessen Tierliebe, "damit die Pferde aus dem Polizeidienst entlassen werden und auf einer meinen Weiden ihr Leben wieder genießen können". Die Pferdestaffel war ein Prestigeprojekt des ehemaligen Innenministers Herbert Kickl (FPÖ).

    Stiegl betreibt das Gut Purbach im Burgenland, wo er sich auf Gerichte aus Innereien spezialisiert hat. Er ist skeptisch, "ob der Einsatz in der Stadt, auf Asphalt, für diese Tiere der richtige ist". Auf seinen Weiden im Burgenland seien sie glücklich, "bis ich sie, ganz im Sinne des Prinzips der Nachhaltigkeit, in meinem Restaurant auch verwerten werde". Pferdefleisch sei eine "traditionsreiche Zutat für gastronomische Klassiker", argumentiert der Koch.

    Bei der Polizei dürfte das Verkochen der Pferde allerdings derzeit kein Thema sein. Das Innenministerium verweist auf einen Sprecher der Cobra, in deren Zuständigkeitsbereich die Pferde fallen. Aus dessen Sicht wird "an dem Projekt weiter festgehalten, wir haben keine anderen Weisungen von der Ressortleitung". Man sei auch auf einem guten Weg und gehe davon aus, dass das Vorhaben einem "positiven Abschluss" zugeführt werde. (sefe, 31.5.2019)

    • Die berittene Polizeieinheit gilt als Prestigeprojekt des ehemaligen Innenministers Herbert Kickl, ihre Zukunft als ungewiss.
      foto: apa/hans klaus techt

      Die berittene Polizeieinheit gilt als Prestigeprojekt des ehemaligen Innenministers Herbert Kickl, ihre Zukunft als ungewiss.

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