Burgenland: Eine Panoramarunde bei Bad Tatzmannsdorf

    30. Mai 2019, 07:00
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    Rund ums südburgenländische Heilwasser führt diese Wanderung

    Bereits in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts haben die Ungarn auf dem Gebiet des heutigen Bad Tatzmannsdorf ein großzügiges Heilbad errichtet, das neben Thermalwasser auch kohlensäurehaltiges Wasser nutzte. Nach einer Legende soll ein Arzt aus Oberwart in den Mooren eine Heilquelle entdeckt und Kranke aus der Umgebung geheilt haben. Es ist angeblich derselbe Ort, wo Tarcsafürdő, so heißt die Gemeinde auf Ungarisch, gegründet wurde. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde der deutschsprachige Teil Westungarns Österreich zugesprochen, 1921 kam das Burgenland dann zu Österreich.

    Vom Bad Tatzmannsdorfer Joseph-Haydn-Platz aus spazieren wir am Tourismusbüro vorbei, nehmen die Glockenstraße aufwärts und dann den Lärchenweg. Der Weg führt zunächst durch einen Wald bis zur Bundesstraße. Diese queren wir und gehen bei der nächsten Abzweigung in Richtung Golfplatz. Die Route nach Drumling führt abwechselnd durch Wald und über Wiesen.

    Den Poetenhügel abwärts

    Im Ort gehen wir links und folgen einem kleinen Bach leicht aufwärts. Nach der Brücke beginnt der Aufstieg auf den Mitterriegel. Schnurgerade geht es jetzt entlang des Weges. Wir ignorieren die erste Kreuzung (Abkürzung nach Bad Tatzmannsdorf), nehmen die nächste Abzweigung in Richtung Neustift und queren eine Zufahrtsstraße. Danach geradeaus weiter bis zur Hauptstraße und links in den Ort wandern. Hier nehmen wir die Straße nach links in Richtung Sulzriegel. Bei der nächsten Querstraße wieder links in den kleinen Ort, in dem es einen alten Ziehbrunnen und einen alten Glockenturm zu sehen gibt.

    In der Ortsmitte von Sulzriegel biegen wir nach rechts ab und gehen entlang einer Mauer weiter. Wir kommen zu einem Löschteich und wandern den sogenannten Poetenhügel abwärts. Bei der Hauptstraße nach links und durch den Kurpark zurück zur Bushaltestelle in Bad Tatzmannsdorf. (Birgit Eder, 30.5.2019)

    Weitere Outdoor-Tipps:

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    Service

    karte: der standard

    An- und Abreise: Linienbus (G1, Dr. Richard/Südburg) von Wien (Achtung Abfahrtsorte wechseln: Westbahnhof, Karlsplatz oder Matzleinsdorfer Platz) direkt oder über Oberwart/PR und weiter mit Bus 7920 nach Bad Tatzmannsdorf/Joseph-Haydn-Platz. Am Wochenende seltener. Pkw: Südautobahn (A2), vom Norden kommend – Ausfahrt Pinggau, B53 oder Lafnitztal, B50 bis Oberwart und weiter bis Bad Tatzmannsdorf, viele Parkplätze (teilweise gebührenpflichtig) im Ort.

    Einkehr: Drumling: Gasthaus Baier (gasthof-baier.at), Neustift: Gasthaus Koller, gasthof-koller.at, Sulzriegel, Buschenschank Bürger (0664/2201808) und weitere Wirtschaften in Bad Tatzmannsdorf.

    Schwierigkeitsgrad: einfache Tour auf gut markierten Wegen (Panoramarunde, blaue Schilder W12 markiert), Abkürzung über den Friedensweg zurück nach Tatz (blaue Schilder, W11).

    Karte: BEV-Karte, ÖK50, Nr. 5219, Oberwart/Felsöör, Maßstab 1:50.000.

    • In Sulzriegel stehen alte Rosskastanienbäume.
      foto: birgit eder

      In Sulzriegel stehen alte Rosskastanienbäume.

    • In Richtung Neustift hat man sehr schöne Ausblicke auf die Umgebung.
      foto: birgit eder

      In Richtung Neustift hat man sehr schöne Ausblicke auf die Umgebung.

    • Die alte Volksschule wird jetzt als Kirche genutzt.
      foto: birgit eder

      Die alte Volksschule wird jetzt als Kirche genutzt.

    • Der Ginster duftet am Wegesrand.
      foto: birgit eder

      Der Ginster duftet am Wegesrand.

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