Einmaliger Anblick: Erstmals gänzlich weißer Riesenpanda fotografiert

    26. Mai 2019, 15:30
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    Albino-Tier ohne schwarze Zeichnung geriet in Fotofalle. Ein bis zwei Jahre alter Panda lebt im Wolong-Nationalpark in Sichuan

    foto: apa/afp/wolong national nature reserve
    Ein einzigartiges Foto: Ein Großer Panda, der aussieht wie ein Eisbär.

    Peking – Riesenpandas haben nicht zuletzt auch wegen ihrer charakteristischen schwarz-weißen Fellzeichnung einen so hohen Bekanntheitsgrad. Welchen Vorteil die Tiere von dieser Färbung haben, ist bis heute nicht geklärt. Manche vermuten, dass sie der Tarnung im schattigen Bambuswald dienen, andere halten eine thermoregulatorische Funktion für wahrscheinlich. Zwar wurde schon lange spekuliert, dass auch rein weiße Albino-Varianten existieren müssten, tatsächlich gesehen hat aber anscheinend bisher noch niemand einen solchen Panda in freier Wildbahn, geschweige denn fotografiert.

    Erster Beweis für Panda-Albinos in der Wildnis

    Das hat sich nun geändert: Erstmals konnte ein gänzlich weißer Albino-Pandabär in einem Schutzgebiet im Südwesten Chinas in rund 2.000 Meter Seehöhe mithilfe einer Fotofalle im Bild festgehalten werden. Das Tier wirkt auf den ersten Blick wie ein etwas deplatzierter, pummeliger Eisbär.

    Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag berichtete, löste das schneeweiße Tier mit offenbar roten Augen Mitte April in einem Wald im Südwesten der Provinz Sichuan eine Kamera aus. Das Foto belege demnach zum ersten Mal, dass es bei den wildlebenden Riesenpandas Albinismus gibt.

    "Mutation hat dem Tier nicht geschadet"

    "Das ist tatsächlich der erste vollständig weiße Albino-Panda, der je fotografiert worden ist. Das spricht dafür, dass in dieser Population eine entsprechenden Genmutation vorhanden ist", erklärte der Bärenexperte Li Sheng von der Peking University. Der fotografierte Panda sei vermutlich ein bis zwei Jahre alt. "Er macht einen starken Eindruck, seine Schritten wirken sicher, alle Anzeichen sprechen dafür, dass die Mutation dem Bären nicht geschadet hat", erklärt Sheng.

    Riesenpandas zählen zu den bedrohten Tierarten und kommen in freier Wildbahn ausschließlich in China vor. 80 Prozent der rund 1.800 Tiere leben in Sichuan, der Rest in den Provinzen Shaanxi und Gansu. Hinzu kommen laut Xinhua derzeit knapp 550 Riesenpandas in Zoos auf der ganzen Welt. (red, APA, 26.5.2019)

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