Schäuble: Soziale Medien erschweren demokratische Entscheidungen

    24. Mai 2019, 07:48
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    Deutscher Bundestagspräsident: "Jeder bleibt in seiner Filterblase" – Sieht sich selbst als "schlecht integrierter Immigrant" in der digitalen Welt

    Der deutsche Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sieht durch soziale Medien eine Verflachung der politischen Debatte. "Der Siegeszug des Internets, die sozialen Netzwerke, verändern den Ton und erschweren den Austausch von Meinungen, weil jeder in seiner Filterblase bleibt. Dadurch wird es schwer, zu Entscheidungen zu kommen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag).

    Es fänden sich nur noch Mehrheiten gegen eine Lösung, aber keine mehr für eine Lösung. Die Zuspitzung in sozialen Medien auf sehr kurze Botschaften könne den Kern eines Themas oft nicht mehr darstellen.

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    Zum Anti-CDU-Video des Youtubers Rezo, das millionenfach geklickt wurde, sagte Schäuble: "Niki Lauda ist gestorben, das haben bestimmt 150 Millionen Leute in Deutschland geklickt, obwohl wir nur 80 Millionen Einwohner haben."

    Sich selbst bezeichnete der 76-Jährige als "Digital Immigrant", der in der digitalen Welt "schlecht integriert" sei. (APA, 24.5.2019)

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      foto: michael sohn / ap
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