Jakob Brossmann: "Ich kann ohne Kopfhörer nicht putzen"

    Kolumne12. Juni 2019, 13:53
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    Michael Hausenblas fragt den Dokumentarfilmer und Bühnenbildner nach seinen Kopfhörern

    "Diese Kopfhörer begleiten mich seit meinem Dreh zum Film Lampedusa im Winter. Ich verwende sie, wenn ich selbst den Ton für meine Filme mache oder wenn ich als Bühnenbildner eine Oper vorbereite.

    Als Dokumentarfilmer kommt man in ganz fremde Räume und Situationen, in denen man nie genau weiß, was als Nächstes passiert. Beim Dreh höre ich über diese Kopfhörer, was unsere Mikrofone gerade aufnehmen. Dadurch bin ich ganz nah bei den Menschen, die wir begleiten. Hinhören und hinschauen – das ist beides gleichermaßen wichtig.

    Die Kopfhörer helfen mir, mich einzulassen und auf das zu fokussieren, was das Publikum im Kino erleben wird. Ob auf hoher See oder im Funkhaus in Wien. Aber auch privat und in meiner Alltagsroutine spielen Kopfhörer eine große Rolle.

    Meine Freundin lacht mich aus, weil ich ohne Kopfhörer nicht putzen oder staubsaugen kann. Ich höre ständig irgend ein Radioprogramm oder einen Podcast. Ö1, Falter Radio oder This American Life, ein Podcast, der so wunderbar wahre Geschichten erzählt." (Michael Hausenblas, RONDO,12.6.2019)

    Der Film "Gehört, Gesehen – Ein Radiofilm" von Jakob Brossmann und David Paede ist derzeit im Kino zu sehen.

    • Jakob Brossmann: "Die Kopfhörer helfen mir, mich einzulassen und auf das zu fokussieren, was das Publikum im Kino erleben wird."
      foto: nathan murrell

      Jakob Brossmann: "Die Kopfhörer helfen mir, mich einzulassen und auf das zu fokussieren, was das Publikum im Kino erleben wird."

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