Zombieload: AMD-Chips stechen Intel deutlich aus

    22. Mai 2019, 14:44
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    AMD-PCs benötigen keine Patches, was Vorteil in Leistungsstärke bringt

    Die letzten Wochen waren keine gute Zeiten für Prozessorhersteller. Zahlreiche Angriffsmethoden wurden publik, um Daten aus Computersystemen auslesen zu können. Zombieload und Store-to-Leak Forwarding wurden von IT-Experten der TU Graz entdeckt und betrafen alle Intel-Prozessoren, die zwischen 2012 und Anfang 2018 hergestellt wurden.

    AMD widerstandsfähig

    Konkurrent AMD hat da leichter lachen. Der US-Entwickler gibt auf seiner Homepage bekannt, dass seine Chips immun gegen die Angriffe seien und anders als Intel-Kunden keine Sicherheitspatches benötige. Das ermögliche ein spezieller in die Chips eingebauter Schutzmechanismus.

    Das wirkt sich auch auf die Leistungsstärke aus, wie "Engadget" berichtet. Denn Patches machen Intel-Maschinen laut "Phoronix" um 16 Prozent langsamer, AMD-Chips würden nur drei Prozent einbüßen.

    Hyper-Threading

    Zudem sollten Intel-User auch sicherheitshalber Hyper-Threading einstellen – eine Methode, mit der Prozessoren besser ausgelastet werden. Das Abschalten dieser Funktion könnte 40-50 Prozent der Leistung kosten.

    Langer Rede, kurzer Sinn: AMD hat Intel in dieser Angelegenheit einiges voraus, was sich auch auf zukünftige Verkaufszahlen auswirken könnte. Demnächst bringt AMD 7 Nanometer-Chips heraus, während Intel immer noch auf 14 Nanometer setzt. (red, 22.5.2019)

    • AMD sticht Intel aus.
      foto: reuters/steve marcus

      AMD sticht Intel aus.

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