Admira bleibt mit Erfolg gegen Wacker erstklassig

18. Mai 2019, 18:58
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Fünf Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Innsbruck vor der letzten Runde

Ma. Enzersdorf – Der FC Admira hat am Samstag in der vorletzten Runde der Fußball-Bundesliga den Klassenerhalt fixiert. Die Niederösterreicher setzten sich zu Hause gegen Wacker Innsbruck mit 3:2 (2:0) durch und können in der Qualifikationsgruppe nicht mehr auf den letzten Rang abrutschen. Schlusslicht Innsbruck dagegen muss in der Schlussrunde auf Schützenhilfe hoffen.

Dunkle Wolken über Innsbruck

Die Tiroler liegen im Abstiegskampf weiter zwei Punkte hinter dem letzten verbliebenen Rivalen Hartberg. Um nach nur einem Jahr im Oberhaus den neuerlichen Abstieg zu verhindern, benötigt Wacker nächsten Samstag unbedingt einen Heimsieg gegen Mattersburg. Dazu müssen die Innsbrucker hoffen, dass die bereits gerettete Admira in Hartberg nicht verliert.

Die Admiraner entledigten sich dank Toren von Kolja Pusch (29.), Patrick Schmidt (43.) und Sasa Kalajdzic (64.) aller Sorgen. Der Club ist seit 2011 ununterbrochen in der höchsten Spielklasse vertreten. Den Innsbruckern gelang durch Stefan Rakowitz (60.) und Cheikhou Dieng (94.) jeweils nur der Anschlusstreffer.

3.850 Zuschauer in der Südstadt unterstrichen die enorme Bedeutung des Duells im Kampf um den Klassenerhalt. Die Admira war vor der Pause die klar gefährlichere Mannschaft. Pusch wurde mit einem Schuss aufs kurze Eck erstmals vorstellig (9.). Wenig später war Wacker-Torhüter Christopher Knett bei einem Kopfball von Kalajdzic auf dem Posten (17.)

Nach einem Doppelpass mit Kalajdzic versenkte Pusch den Ball zur verdienten Führung im langen Eck (29.). Kurz vor der Pause bediente Pusch mit einem Heber über die Abwehr Schmidt, der sich im Strafraum durchsetzte und stark abschloss.

Die Innsbrucker, in der ersten Hälfte nach vorne völlig harmlos, präsentierten sich nach Seitenwechsel leicht verbessert. Eine Hereingabe des ins Team zurückgekehrten Michael Schimpelsberger prallte an die Latte (60.). In der nächsten Aktion verlängerte der eingewechselte Rakowitz eine Flanke von Roman Kerschbaum ins Tor. Wenig später verlor Kerschbaum den Ball an Kalajdzic. Admiras umworbenes Sturmtalent setzte zu einem Solo an und vollendete es mit einem Schuss unter die Latte.

Die größte Chance auf das 4:1 ließ Pusch aus, der aus fünf Metern an Knett scheiterte (88.). Auf der Gegenseite parierte Andreas Leitner erst noch gegen Rakowitz und Alexander Gründler (92.), gegen Dieng war er geschlagen. Der Senegalese überhob den Admira-Schlussmann nach Zuspiel von Sascha Horvath, eine Ausgleichschance fand Wacker aber nicht mehr vor.

Zwölf Admira-Treffer in vier Duellen

Die Admira hat alle vier Saisonduelle mit Innsbruck gewonnen und dabei jedes Mal drei Tore erzielt (3:1, 3:0, 3:1 und 3:2). Während die Südstädter ihre vier Spiele andauernde Sieglos-Serie rechtzeitig beendeten, kassierte Wacker im neunten Qualigruppen-Spiel die sechste Niederlage. Die Innsbrucker waren zuletzt 2014 aus der höchsten Spielklasse abgestiegen. Nach vier Jahren Zweitklassigkeit gelang im Vorjahr der Wiederaufstieg. Würde Wacker neuerlich den Gang in die 2. Liga antreten müssen, müsste auch das dort in dieser Saison erfolgreiche Zweitteam der Tiroler absteigen. (APA, 18.5.2019)

Fußball-Bundesliga (31. Runde), Qualifikationsgruppe:

FC Admira – FC Wacker Innsbruck 3:2 (2:0). Maria Enzersdorf, BSFZ Arena, 3.850 Zuschauer, SR Jäger.

Tore:
1:0 (29.) Pusch
2:0 (43.) Schmidt
2:1 (60.) Rakowitz
3:1 (64.) Kalajdzic
3:2 (94.) Dieng

Admira: Leitner – Bauer, Vorsager, Zwierschitz – Maier, Toth (79. Petlach), Hjulmand, Spasic – Pusch, Kalajdzic (86. Bakis), Schmidt

Innsbruck: Knett – Schimpelsberger (73. Gründler), Maak, Maranda, Klem – Kerschbaum, Taferner (73. Freitag), Satin (46. Rakowitz) – Dieng, Horvath – Dedic

Gelbe Karten: Zwierschitz, Toth bzw. Schimpelsberger, Rakowitz, Freitag

Stimmen:

Reiner Geyer (Admira-Trainer): "Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit kontrolliert. Wir haben kaum Chancen zugelassen und versucht, unsere eigenen zu nützen. Vor dem Spiel haben wir großen Respekt vor Innsbruck gehabt, weil die zuletzt guten Fußball gespielt haben. Die Saison war eine permanente Auf-und-Abfahrt. Wir sind entsprechend froh, dass wir jetzt das Ziel erreicht haben und über die Linie gegangen sind. Die Mannschaft hat großen Kampfgeist gezeigt. Wir werden auch das Spiel in Hartberg seriös angehen. Vielleicht können wir dort dann frei aufspielen."

Daniel Toth (Admira-Kapitän): "Mein Gefühl ist jetzt so, dass man es mit einem Meistertitel vergleichen kann. In dieser Saison war für uns alles drinnen. Schwierigkeiten, Rückschläge – wir sind immer wieder zurückgekommen. Ich bin sehr stolz über unsere eingeschworene Mannschaft. Es ist unglaublich, was auch die Jungen geleistet haben. Das war überragend, sie haben sicherlich viel daraus gelernt."

Thomas Grumser (Innsbruck-Trainer): "Gratulation der Admira für den Klassenerhalt. In der ersten Hälfte war das von uns zu wenig, das war mutlos. In der zweiten Hälfte war es dann ein wenig besser, aber das Tor ist dann zu spät gefallen. Wir haben die Situation jetzt nicht mehr in der eigenen Hand. Wir sind heute mit dem Ziel angetreten, zu gewinnen und damit die Situation vor der letzten Runde für uns positiv zu gestalten. Wir werden das Match in Ruhe aufarbeiten und uns dann voll auf die letzte Aufgabe konzentrieren."

  • Die Lage der Innsbrucker ist prekär.
    foto: apa/expa/thomas haumer

    Die Lage der Innsbrucker ist prekär.

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