17 afghanische Polizisten bei Luftangriff getötet

    17. Mai 2019, 10:57
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    Mindestens 14 Beamte verletzt

    Kabul – Bei einem Luftangriff in der afghanischen Südprovinz Helmand sind mindestens 17 Polizisten getötet worden. Mindestens 14 weitere afghanische Beamte seien bei dem Vorfall entlang der Straße zwischen Helmand und Kandahar verletzt worden, sagte der Provinzratsvorsitzende für Helmand, Mohammad Karim Atal, am Freitag. Wer für den Angriff verantwortlich war, war zunächst unklar.

    Der Sprecher des Provinzgouverneurs, Omar Swak, hatte den Luftangriff am Morgen der NATO-Afghanistan-Mission "Resolute Support" zugeschrieben. "Resolute Support" fliegt aber keine Luftangriffe in Afghanistan, da es sich um eine reine Ausbildungs- und Beratungsmission handelt. Swak sagte am Nachmittag, es werde noch untersucht, wer für den Angriff verantwortlich sei.

    Die afghanischen Truppen in Helmand hatten nach eigener Aussage am Donnerstagabend keinen Luftangriff geflogen. Laut Atal hatten US- und NATO-Truppen einen Angriff weder bestätigt noch bestritten.

    In Afghanistan fallen Zivilisten und Angehörige der Streitkräfte häufig unkoordinierten Luftschlägen und fehlerhaften Informationen der Nachrichtendienste zum Opfer. Während der Gespräche zwischen der US-Regierung und den Islamisten für eine politische Lösung des andauernden Konflikts greifen afghanische und internationale Truppen immer wieder die Taliban an. Die Taliban attackieren ihrerseits fast täglich afghanische und internationale Truppen und deren Einrichtungen. (APA, 17.5.2019)

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