Zahlreiche Prominente gegen strikte US-Abtreibungsgesetze

    17. Mai 2019, 12:11
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    Weitreichender Protest, nachdem Alabama und Georgia strenge Abtreibungsgesetze verabschiedeten

    Washington – Mit persönlichen Geschichten und Angriffen auf Politiker reagieren immer mehr Prominente auf die geplanten strikten Abtreibungsgesetze in mehreren US-Bundesstaaten. "Seht her. Diese Idioten treffen Entscheidungen für FRAUEN in Amerika", schrieb R&B-Sängerin Rihanna am Donnerstag auf Instagram.

    Dazu zeigte sie Bilder der 25 männlichen Politiker, die in Alabama zusammen mit Gouverneurin Kay Ivey für das neue Gesetz stimmten, das Abtreibungen in den meisten Fällen verbietet und unter Strafe stellt. Der Eintrag sammelte auf Instagram über 2,6 Millionen Likes, auf Twitter 423.000 Favs.

    "Game of Thrones"-Star Lena Headey, Sänger Charlie Puth, Model Gigi Hadid oder Rapper P. Diddy posteten den Spruch "Männer sollten keine Gesetze machen, die den Körper von Frauen betreffen". Der Hauptdarsteller der in Georgia gedrehten Netflix-Serie "Ozark", Jason Bateman (50), kündigte an, nicht mehr in dem US-Bundesstaat arbeiten zu wollen, falls dort ein ähnlich umstrittenes Gesetz von den Gerichten durchgewunken werden sollte.

    Einige prominente Frauen berichteten in der Debatte über eigene Abtreibungen, wie Hollywood-Star Milla Jovovich, Moderatorin Busy Philipps und Schauspielerin Minka Kelly. "Wer bist du, mir sagen zu wollen, was ich mit meinem Körper machen soll? Das ist eine Entscheidung von mir, meinem Arzt, meiner Familie und meinen Freunden", erklärte Jovovich am Freitag in einem emotionalen Video.

    Am Mittwochabend unterschrieb Alabamas Gouverneurin Ivey ein Gesetz, das Abtreibungen nur noch gestattet, wenn die Gesundheit der Mutter in Gefahr ist. Nicht einmal bei Vergewaltigung oder Inzest lässt es sie zu. Ärzte, die dennoch einen Eingriff vornehmen, müssen mit bis zu 99 Jahren Haft rechnen. Mit 25 zu sechs Stimmen hatte der Senat Alabamas die Novelle passieren lassen. Es waren ausschließlich Männer, die ihr ihren Segen gaben.

    Erst vor wenigen Tagen wurde im Bundesstaat Georgia ein sogenanntes Herzschlaggesetz beschlossen. Es untersagt Abtreibungen nach der sechsten Schwangerschaftswoche, sobald sich bei einem Embryo ein Herzschlag feststellen lässt. Da Frauen oft so früh noch nicht wissen, dass sie schwanger sind, läuft es auf ein komplettes Verbot hinaus. (red, APA, 17.5.2019)

    • Das neue Gesetz in Alabama sorgt für Proteste.
      foto: alyssa pointer/atlanta journal-constitution via ap

      Das neue Gesetz in Alabama sorgt für Proteste.

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