Gereizte Stimmung bei ManCity vor Uefa-Urteil

    16. Mai 2019, 14:05
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    Der Klub sieht einen "feindlichen Prozess" der Uefa, er könnte zudem seinen Premier-League-Titel verlieren. Versteckte Zahlungen in Sponsorgeldern sind der Hintergrund

    Manchester/Nyon – Manchester City könnte bald über eine mögliche Bestrafung wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play (FFP) der Uefa Bescheid wissen. Man habe die entsprechende Untersuchung abgeschlossen, die Entscheidung liege jetzt bei der Rechtsprechenden Kammer ihrer Finanzkontrollbehörde, teilte der Verband am Donnerstag mit. Der englische Meister reagierte gereizt.

    "Der Chefermittler der Finanzkontrollbehörde hat sich nach Absprache mit den anderen Mitgliedern der unabhängigen Untersuchungskammer entschieden, Manchester City nach Abschluss der Untersuchungen an die Rechtsprechende Kammer zu verweisen", verkündete die Uefa am Donnerstag in einer kurzen Pressemitteilung. Chefermittler in der Causa war der ehemalige belgische Regierungschef Yves Leterme. Zu den genauen Erkenntnissen der am 7. März gestarteten Untersuchung machte die Uefa indes keine Angaben.

    Strafen

    Dem Klub droht ein Ausschluss von den europäischen Bewerben, es könnte aber auch zu einem Punkteabzug, Transfersperren oder einer Geldstrafe kommen. 2014 war City bereits wegen Financial-Fairplay-Verletzungen eine Geldstrafe aufgebrummt worden.

    In einem Statement von Manchester hieß es am Donnerstag, der Klub sei "enttäuscht, aber nicht überrascht von der plötzlichen Ankündigung". Die Anschuldigungen seien "zur Gänze falsch", die Entscheidung beinhalte "Fehler, Fehlinterpretationen und Irrtümer", der gesamte Prozess sei "unausgewogen und feindlich". Der Klub sei von einem positiven Ergebnis überzeugt, "wenn die Angelegenheit von einer unabhängigen Rechtseinrichtung" untersucht würde.

    Konseuqenz

    Auch die Premier League prüft derzeit Verstöße der Sky Blues gegen ihre Finanzbestimmungen, die jedoch weniger streng sind als jene der Uefa. Dennoch ist im Regelbuch der Premier League auch der Abzug von Punkten als Sanktionsmöglichkeit festgehalten. Das könnte in letzter Konsequenz dazu führen, dass Manchester City seinen soeben erst gewonnen Meistertitel verliert, zumal das Team von Pep Guardiola am Ende nur einen Zähler Vorsprung auf Liverpool hatte.

    Die Uefa hatte ihre Ermittlungen am 7. März aufgenommen. Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" hatte zuvor über Enthüllungen der Plattform "Football Leaks" berichtet, wonach City systematisch die Regeln des Financial Fairplay und Bestimmungen zu Jugendspielern und Inhaberschaft von Dritten umgangen haben soll. (APA, 16.5.2019)

    • Bei City ist man eher grantig.
      foto: imago images / focus images

      Bei City ist man eher grantig.

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